Vier Männer einer militärischen Spezialeinheit wurden wegen eines Verbrechens verurteilt, das sie nicht begangen hatten. Um ihre Unschuld zu beweisen, gehen die vier unterschiedlichen Männer ihren ganz eigenen Weg. Die spannende und rasante Suche des A-Teams nach den Verantwortlichen hat begonnen.
Das A-Team ist zurück: Liam Neeson (Taken) als Hannibal, Bradley Cooper (The Hangover) als Faceman, Mixed Martial Arts-Champion Quinton „Rampage“ Jackson als B.A. und District 9 Entdeckung Sharlto Copley als Murdock.
Die Spezialeinheit von Colonel John Hannibal Smith steht im Irakkrieg loyal ihren Mann. Als die vier Männer ausgebootet werden, indem man ihnen den Diebstahl von Falschgeldplatten anlastet, wandern sie ins Gefängnis. Dort verweilen sie nicht lang: Kraft ihrer außergewöhnlichen Fähigkeiten gelingt Hannibal und Co. der Ausbruch. Der Colonel, der attraktive Templeton "Faceman" Peck, der etwas durchgeknallte Technikspezialist "Howling Mad" Murdock und das lammfromme Muskelpaket Baracus tauchen unter und arbeiten fleißig daran, den Schuldigen ausfindig zu machen, der sie in den Untergrund zwang.
Man mag geteilter Meinung darüber sein, ob es nötig ist Remakes von
erfolgreichen Serien oder Filmen anzufertigen. Meistens geht es schief, und Fans
und Kritiker zerreissen Remakes in der Luft. In manch seltenem Fall gelingt es
den Produzenten aber tatsächlich den Geist des Originals einzufangen, ohne ihn
billig zu kopieren, und so durchaus ein gelungenes Stück Medienunterhaltung zu
präsentieren.
So auch beim A-Team.
Generell bin ich kein Freund von
Remakes. 'Star Trek' (2009) hat mir überhaupt nicht gefallen, Remakes von Serien
aus den 70iger und 80iger Jahren wie sie in den letzten Jahren immer wieder ins
Kino kamen, waren eher Parodien, denn erstgemeinte, liebevoll nostalgische
Aktualisierungen. Hollywoods billigste Art Kino herzustellen. Remakes sind
billiger und schneller angefertigt als originale Arbeiten. Die Charaktere sind
bekannt, Labels und Marken sind der Kundschaft ein Begriff, es kann schnell
Profit gezogen werden.
Nur wenige Regisseure und Produzenten machen sich die
Mühe mehr als nur eine neue Verpackung für eine Trademark herzustellen, und
bereichern mit ihrer Arbeit ein Franchise, bauen es aus, oder interpretieren es
gar neu.
Nolans Batman Reihe ist eines der Beispiele dafür, dass Remakes
besser als das Original sein können. Ob das neue A-Team besser ist als das alte,
muss indes jeder für sich entscheiden. Fakt ist:
Das neue A-Team darf sich
in die zugegebenermaßen sehr kurze Liste der guten Remakes einreihen.
Worum geht's:
Die Handlung beginnt 8 Jahre in der Vergangenheit: Im
Prolog werden wir Zeuge, wie das A-Team erstmals zusammen kommt. Wie aus der
Serie gewohnt, geht es von einer haarsträubenden Einlage zur anderen. Hannibal,
Face, Murdock und BA arbeiten fortan für die Army als Alpha-Team (auch A-Team
genannt) und erfüllen alle möglichen und teils unmöglichen Aufträge. Der Film
springt in die Gegenwart. Das A-Team soll im Irak gestohlene Dollar-Druckplatten
zurückholen. Hannibals Plan geht auf, die Platten können gesichert werden. Doch
gerade als das Team die Platten ihrem Vorgesetzen übergeben will, geht alles
schief. Der General wird ermordet, die Platten gestohlen. Und alles sieht danach
aus, als wäre das A-Team dafür verantwortlich. Die vier Haudegen werden
verurteilt und ins Gefängnis geschickt, für ein Verbrechen, das sie nicht
begangen haben. 6 Monate später bricht das Team aus, und jagt die wahren
Schuldigen. Doch schnell wird Hannibal und seinen Jungs klar, dass die Lage
etwas komplexer ist als zunächst vermutet...
Die Stärke des Films liegt
sicherlich im hervorragenden Cast. Die vier Titelhelden machen ihre Sache
verdammt gut, stellen teilweise das alte Team in den Schatten. Die Interaktion
der Charaktere ist hervorragend geschrieben. Vor allem Quinton "Rampage"
Jackson, der den neuen BA spielt, stellt Mr. T locker in den Schatten. Gerade
bei diesem Charakter war ich skeptisch, ob eine Neubesetzung möglich sei. Und
siehe da, sie funktioniert ganz ausgezeichnet. Vielleicht liegt es daran, dass
die Autoren nicht versucht haben die Parts 1 zu 1 zu kopieren, sondern viel mehr
die Essenz der Charaktere herausgearbeitet haben, und es dann den Schauspielern
ermöglichten darauf neue Charaktere aufzubauen.
So erkennt man tatsächlich
die Charakterzüge der Figuren aus der Jugend, wird aber zusätzlich durch neue
Aspekte (BA's Gewaltlosigkeit) belohnt.
Auch auf Humor wird gesetzt,
wobei der Film zu keinem Zeitpunkt zu einer Parodie der Serie verkommt
(vergleiche '3 Engel für Charlie' oder 'Starsky und Hutch'), vielmehr durch
seine Charaktere und Situationskomik überzeugen kann. Allen voran Face (Bradley
Cooper) sorgt durch seine Art für viele Lacher.
Wer Anspruch auf
glaubhafte Actionsequenzen legt, sollte diesem Film fernbleiben. Auch hier hält
man sich bewußt an die Tradition der Serie, in der absurde Situationen und
hunderte Schuss Munition trotzdem kaum jemanden verletzten. Actionsequenzen sind
spektakulär (der fliegende Panzer) und dabei noch mit einem Augenzwinkern
verbunden. Gute Effekte runden das Erlebnis ab, wobei Handkamerafahrten nie
störend oder erzwungen wirken (siehe auch hier 'Star Trek' als Negativbeispiel,
wo jede einzelne Einstellung mit einer Leuchtblende versehen wurde, und die
Kamera praktisch ununterbrochen wackelt) sondern durchaus ein gutes Tempo an den
Tag legen, und den Zuschauer somit in den Bann ziehen. Glaubhaft waren die
Actionsequenzen in der Serie nie, der Film updatet das Konzept auf das Niveau
der heutigen Blockbuster, mehr nicht...
Dabei gaukelt der Film keine
Pseudoernsthafigkeit vor. Er will komisch und lächerlich sein, und beleidigt
nicht die Intelligenz des Publikums.
Abschließened sei noch erwähnt:
Sehr empfehlenswert ist auch der Soundtrack von Komponist Alan Silvestri, dem es
gelungen ist einen neuen Score mit neuen Themen zu schreiben, die der
Serienvorlage aber sehr treu bleiben.
Das A-Team ist ein klassischer
Popkorn-Actioner, der zwar keinerlei neue Massstäbe setzt, dennoch sehr zu
unterhalten weiß. Fans der Serie können bedenkenlos zugreifen, und sich über
eine tolle Homage, mit vielen liebevollen Anspielungen, jedoch keiner billigen
Kopie des Konzepts, freuen.
SCHAUSPIELER:
