"Das Grauen auf Black Torment" ist ein atmosphärisch sehr dichter gotischer Horrorfilm, der mit prächtigen Kostümen und einer tollen Ausstattung aufwartet, womit das Werk vergleichbaren Produktionen aus dem Hause Hammer alles andere als unterlegen ist. Regisseur Robert Hartford-Davis hat später einige eher vergessenswerte Horrorfilme inszeniert, doch mit diesem hier ist ihm zumindest in diesem Genre die Ehrenrettung sicher, denn in der Umsetzung der Geschichte - das Skript weist zwar die eine oder andere Unlogik auf, ist jedoch durchgehend spannend - erlaubt er sich keine groben Schnitzer, sondern überzeugt auch durch eine ausgefeilt schöne Photographie des Films. Für das Drehbuch zeichnen Derek und Donald Ford verantwortlich, die auch das Skript zum sehenswerten Film "Sherlock Holmes' größter Fall" schrieben, in dem der Detektiv auf Jack the Ripper traf. Fazit: Fans britischer Horrorkost á la Hammer sollten hier dringend einen Blick riskieren!
Die Farben des Films wirken einigermaßen unnatürlich und sind in ihrer
Erscheinung mit bunten Bonbon-Tönen zu vergleichen (00:18:59). Das
Rauschaufkommen geht und die Kompression arbeitet einigermaßen
unauffällig. Der Kontrast fällt durch starkes Überstrahlen bei hellen
Flächen auf (00:05:24; weißes Hemd). Die Schärfe ist nicht überragend,
aber zumindest in Nahaufnahmen gut. Im direkten Vergleich schneidet der
deutsche Ton deutlich schlechter ab als das Original. Das liegt zum
einen daran, dass der Ton deutlich flacher ist, zum anderen aber auch an
den Verzerrungen in den Dialogen. Das Original gibt sich da sehr viel
natürlicher und ansprechender. Neben dem englischen Originalvorspann
gibt es den deutschen Trailer und eine umfassende Bildergalerie, die
verschiedene Postermotive des Film, aber auch Pressefotos und
dergleichen mehr zeigt. Wie immer ist das Booklet sehr informativ und
gibt Aufschluss zu Dreharbeiten und Rezeption des Films.
SCHAUSPIELER:
01. Wer sich eine netten Herbst- oder Winterabend machen will, ein paar Maroni ins Feuer und ein Gläschen Sekt auf den Couchtisch stellen will, der findet in dem vorliegenden Film die perfekte Ergänzung für so ein Unterfangen. Der Film bietet (fast) alles, was man sich von einem klassischen Gruselthriller erwartet. Eine schöne Frau, ein stolzer Mann, ein verwunschenes Anwesen und eine dunkle Vergangenheit, die immer längere Schatten wirft.
Die Schwäche von "Black Torment" liegt in der merklichen Zeitknappheit, in der der Film produziert werden musste und der Uneinigkeit der Produzenten über den Ausgang des Dramas.
Herausgekommen ist deshalb ein etwas holpriges Ende, die der Film nicht verdient hätte. Dennoch ist der Film für oben beschriebene Serviervorschläge bestens geeignet und ist eine Wohltat für heutzutage sehr oft gemartetrte Geschmacksnerven.
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02. Richard Fordyke kehrt mit seiner soeben geheirateten Frau Elizabeth
Zurück auf sein Anwesen. Nach dem Selbstmord seiner ersten Frau
Anne hatte er dieses für längere Zeit verlassen.
Die Dorfgemeinschaft hasst Richard Fordyke und beschwört ihn auch
in seiner Abwesenheit nächtens von Anne verfolgt durchs Dorf hat
reiten sehen, wobei Anne ihm das Wort Mörder hinterher rief.
Als es im Dorf zu weiteren Morden kommt gerät Richard Fordyke
immer mehr in die Schusslinie. Selbst seine neu Angetraute bekommt
Zweifel an ihm...
Dieser Film ist ein Juwel aus den 60er Jahren. Der Film ist im Stile
der Hammer-Horror Filme angelegt und paart dieses mit Hichcocks
Rebecca. Meines Erachtens steht dieser Film ebenfalls Pate für
Sleepy Hollow.
Das Finale lässt ein Rädchen ins andere greifen und den Zuschauer
begeistert applaudieren.
Ein ganz dickes Lob an EMS, für diese DVD Veröffentlichung.
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03. seit geraumer zeit schon tritt die firma ems mit ihrer reihe "der phanastische film" in erscheinung und präsentiert mit "das grauen auf black torment" nun bereits den neunten film der serie.
der streifen aus dem jahre 1967 bietet nicht nur eine spannende mystery geschichte sondern kann , um das ganze noch schmackhafter zu gestalten , zusätzlich mit einem äußerst gelungenem setdesign aufwarten - es wurden immerhin vom 60 000 pfund umfassenden gesamtbudget satte 12 000 pfund in die ausstattung investiert. dies macht sich bei den kostümen und vor allen dingen bei der innenansicht des landsitzes der adelsfamilie - um die sich schließlich alles dreht - bemerkbar . hier wurde wahrhaft nicht gekleckert sondern geklotzt.
die geschichte beginnt sehr rätselhaft , verliert zwar ab einem gewissen zeitpunkt ein wenig von seiner mystischen aura und wird vorhersehbar - schafft es aber problemlos den zuschauer bis zum abspann ohne jegliche gähneinlagen bei der stange zu halten - und punktet neben der gelungenen schauspielerleistung aller beteiligten mit einigen sehr angenehm gruseligen schauerszenen.
dem regisseur robert hartford davis - der vier jahre später mit peter cushing den ebenfalls recht sehenswerten streifen "die bestie mit dem skalpell" erschuf - ist hier ein spannendes und atmosphärisch sehr dichtes old school schauergarn gelungen das ich jedem liebhaber englischer gruselklassiker wärmstens ans herz legen kann.
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04. ...wurde dieser verkannte Gruselklassiker von 1964 unter der Regie von Robert Hartford-Davis insziniert. Erst fünf Jahre später kam BLACK TORMENT fast unbemerkt in die deutschen Kinos und so verschwand er auch wieder...
Mit seiner neuen Frau kehrt Sir Richard Fordyke nach Black Torment zurück und wird alles andere als freundlich von den Einheimischen empfangen. Während seiner Abwesenheit ist ein Mädchen brutal ermordet worden und alle Hinweise deuten auf Fordyke als Täter hin. Bald darauf wird Sir Richard von einer geisterhaft wirkenden Erscheinung tyrannisiert und auch der Tod schlägt auf furchtbare Weise wieder zu...
Die DVD bietet alles, was man inzwischen von der PHANTASTISCHEN FILM-Reihe von E-M-S gewohnt ist: Zwei schöne Covermotive auf Amaray und Pappschuber sowie ein informatives Booklet.
Als Extras gibt es lediglich eine Bildergalerie, den deutschen Kinotrailer (3:28 Min) und die englische Titelsequenz (1:51 Min).
Bild & Tonqualität sind für das Alter des Films recht ordentlich ausgefallen...
Genrefans können unbesorgt zugreifen!
