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DIE HEXE DES GRAFEN DRACULA (AUF DVD) 1968Nach dem Verschwinden seines Bruders Peter begibt sich Robert Manning zum Anwesen eines gewissen Morley. Der behauptet, nichts von Peter zu Wissen, lädt Robert aber ein, bei ihm zu übernachten. Von einem anderen Gast Morleys, Professor Marsh, erfährt Robert, dass einer seiner Vorfahren einer der Hauptankläger der Hexe Lavinia gewesen sein soll, die hier 1652 lebendig verbrannt wurde. Doch Robert achtet nicht auf die Warnungen Marshs, zumal er Gefallen an Morleys Nichte Eve gefunden hat. Nachts wird Robert von eigenartigen Träumen heimgesucht, in deren Mittelpunkt Lavinia steht...
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Kommentare:
01. Eine kleine (aber wirklich nur kleine) Perle des britischen Horrorfilms liegt hier vor; schön, dass E-M-S im Rahmen der hochinteressanten Reihe "Der Phantastische Film" mit diesem nicht sonderlich spektakulären, aber mit Christopher Lee, Boris Karloff und Barbara Steele prominent besetzten Schauerstück aufwartet.
Der deutsche Filmtitel ist übrigens reiner Etikettenschwindel: Der Name des Vampirfürsten findet im Handlungsverlauf von "Die Hexe des Grafen Dracula" noch nicht einmal Erwähnung - und es ist auch kein Blutsauger anwesend, geschweige denn Dracula persönlich. "Curse of the Crimson Altar" lautet auch der weit passendere Originaltitel.
Der Film stammt aus dem Jahre 1968, klassischer Horror muss hier folgerichtig in so manchen Szenen, dem damaligen Zeitgeist angepasst (letztlich noch recht braven) "Sex and Drugs"-Darstellungen weichen. - Gleich zu Beginn des Films präsentiert sich dem Hauptprotagonisten, Antiquitätenhändler Robert Manning (Mark Eden), der sich auf die Suche nach seinem verschollenen Bruder begeben hat, auf dem Anwesen des rätselhaften Mr. Morley (letzterer schön dargestellt von Karloff), eine grelle, etwas aus den Fugen geratende Party junger Leute, die in ihrer Machart beim besten Willen nicht in die Ikonographie des traditionellen britischen Gothic-Horrors einzufügen ist - im Übrigen eine Szene, die für den weiteren Verlauf der Handlung unerheblich bleibt. Abseits vom Trubel sitzt dann, als Antipode der wild und lüstern dargestellten Partygesellschaft, der stocksteife Professor Marsh (Lee), als Sinnbild von Beherrschtheit und auch Repression - und verheißt nichts Gutes. Im Subtext, als Charakterisierung von Professor Marsh, hat die Partyszene also doch einen (sehr geringen) Sinn.
Als gruselig habe ich bei diesem Film wenig bis nichts empfunden, aber immerhin ist manches doch stimmungs- und phantasievoll in Szene gesetzt und mir gefielen die Darstellungen von Lee, Eden, Karloff und (Edens Love Interest:) Virginia Wetherell (Barbara Steele bekommt kaum Möglichkeit zu glänzen) und die Tatsache, dass die eine oder andere Handlungsentwicklung doch zu überraschen vermag.
Gerade als man sich auf ein längeres Finale einstellt, kommt der Film dann jedoch zu schnell zu seinem Ende - und bis zuletzt ist es ein Horrorfilm, der offen lässt, ob das Übernatürliche tatsächlich existent ist.
"Curse Of The Crimson Altar" ist übrigens eine Produktion des "Tigon Studios", die neben den damals schon legendären "Hammer Films" und deren kleiner aber feiner Konkurrenz "Amicus" eher ein Schattendasein fristete.
Anfügung: Die deutsche Synchronisation ist unter aller Kanone.
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02. er Film hat mir sehr gut gefallen. Erzählt wird eine spannende Geschichte um einen alten Hexenkult(Dracula hat natürlich nichts damit zu tun). Christopher Lee beweist mal wieder seine Wandlungsfähigkeit, spielt jedoch sehr zurückhaltend. Dafür bleibt umso mehr Raum für einen grandiosen Boris Karloff, der mit seiner unheimlichen Mimik und einer tollen Rolle wesentlich zur Atmosphäre des Films beiträgt. Barbara Steele bleibt weitestgehend im Hintergrund und kann nicht besonders beeindrucken. Durch selbstironische Anspielungen wird der Film, der bewusst mit den gängigen Horror-Klischees spielt, aufgelockert und bleibt so stets unterhaltsam. Die eingefügten "Swinging-Sixties" Komponenten (Halluzinogene Drogen, Miniröcke,sexuelle Freizügikeit) machen den Film zu etwas Besonderem und heben ihn von anderen britischen Horrorfilmproduktionen ab. Lediglich das Ende ist etwas arm an Inhalt und Dramaturgie. Da hätte man mehr draus machen können.
Die DVD befindet sich in einem hübschen Schuber und enthält ein informatives Booklet. Die Bildqualität ist erstaunlich gut und die Farben strahlen hell und klar, so wie man es sich wünscht. Die deutsche Synchronisation gefällt mir nicht so gut. Sie wirkt an manchen Stellen hölzern und ist nicht immer Lippensynchron. Als Bonusmaterial befinden sich 2 Super8 Fassungen, die sehr interessant anzuschauen sind, die Trailer, 2 Bildergalerien, Radiospots und tolle Trailer zu anderen e-m-s DVDs auf der Scheibe. Alles in Allem stellt "Die Hexe des Grafen Dracula" einen vielversprechenden Auftakt der neuen Filmreihe von e-m-s dar, der mich die nächsten Veröffentlichungen mit Spannung erwarten lässt.
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03. Der Film hat nicht den Besten Ruf , aber das einzige das meiner Meinung zum Punktabzug führt ist das nicht HAmmer darauf steht .
Der Film verbreitet typische britische end-60 Jahre Gruselstimmung und hat eine Guten Christopher Lee ,einen Ordentlichen Boris Karloff , Eine Grüne Babera Steel ( Die Leider zu wenig im Bild ist)und eine schöne unheimliche Storry zu bieten - Wer das bei Hammer mochte wird diesen Film mögen ( wenn er ihn objekiv betrachtet ) und wer damit nichts anfangen kann soll sich was moderneres suchen in dem mehr Blut spritzt .
Den 5. Stern hat die deutsche Syncho gekostet ( es Handelt sich leider nicht um die Kino - Synch sondern um eine für Fernsehen der 80 er erstellte Neusyncho ( das Orginal ist verschollen ) die viel zu Steriel wirkt !
Exklusiev bei Karstadt ist die DVD bereits erhältlich !
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04. Endlich erscheint ein weiterer Film mit Barbara Steele hierzulande auf DVD, Filme der Horror-Ikone der 60er sind in Deutschland ja recht selten.
Boris Karloff, Christopher Lee und erwähnte Barbara Steele zusammen in einem Film! Und dann noch entstanden zur Zeit der Hochblüte des britischen Horrorfilmes (1968). Das muß ja was tolles sein!! Doch leider, leider ist es das ganz und gar nicht. "Die Hexe des Grafen Dracula" wurde von den britischen Tigon Studios inszeniert, die in den 60ern die dritte Geige nach Hammer und Amicus spielten, und das zurecht! Denn die Filme dieses Studios waren zumeist wirklich von geringer Qualität.
Die Handlung dieses Films ist haarsträubend, und dazu noch langweilig. Die Darstellerischen Leistungen sind bescheiden, und die Regie noch bescheidener. Vernon Sewell drehte unzählige englische B-Filme seit den 30ern und schuf nicht einen einzigen erinnerungswürdigen Film. Zum Ende seiner Karriere inszenierte er drei Horrorfilme (neben hier vorliegendem noch den ein Jahr zuvor entstandenen "Blood beast terror" mit Peter Cushing und anfang der 70er "Horrors of Burke and Hare", danach setzte er sich zur Ruhe (oder wurde dazu gezwungen).
Wer hier also gotischen Horror a la Hammer erwartet, sollte sich diese DVD besser nicht zulegen. Der Film ist um Längen schlechter als alles von Hammer, ist mehr oder weniger sowas wie ein Gruselkrimi, in dem man Atmosphäre mit der Lupe suchen kann.
Interessant lediglich für Komplettisten, und für Fans von Lee und Karloff, den wir hier in einer seiner letzten Rollen erleben (Schade, das seine letzten Filme mit Ausnahme von "Bewegliche Ziele" größtenteils Schrott waren; man denke nur an seinen Zyklus von vier mexikanisch/amerikanischen Horrorfilmen, in denen seine letzten Auftritte stattfanden).
Das aber ein Film wie "Die Hexe des Grafen Dracula" hierzulande auf DVD erscheint, macht wieder Hoffnung auf noch so andere (bessere) alte Gruselklassiker, die womöglich bald auf DVD erscheinen werden.
