Wir schreiben das Jahr 20 nach dem Fall der Mauer. Es herrscht Wirtschaftskrise. In den ruinierten westdeutschen Randgebieten wächst der Unmut über die neuen Bundesländer. Die Folgen jahrzehntelanger unkontrollierter Transferleistungen von West nach Ost sind inzwischen deutlich sichtbar: Während in der Zone die höchste Spaßbaddichte Europas herrscht und die ostdeutschen Städte mit Designerstrassenbeleuchtung aufgemotzt werden, stürzen im heruntergewirtschafteten Westen ganze Stadtarchive ein, und auf den schlagloch-übersäten Straßen sprießt das Unkraut. Die Zeiten, als das Merkel noch hinter der Mauer weggeschlossen war und die Bundesrepublik in voller Blüte stand, sind längst vorbei. Die ehemaligen Volksparteien SPD und CDU sind genauso handlungsunfähig wie die Spaßpartei FDP, einzig und allein Die PARTEI erhält weiter Zulauf, hat mittlerweile über 8.200 Mitglieder. Ist sie Deutschlands letzte Rettung?!
Die PARTEI, ein Film von Susanne Müller und Andreas Coerper, ist ein innovativer Propaganda-Dokumentarfi lm in typischer Guido-Knopp-Manier, der speziell für die ganz große deutsche Kinoleinwand geschaffen wurde. Unzählige Hochglanzbilder, Auf- und Untersichten verbinden sich mit einer mehrfach umgeschriebenen Filmmusik von Achim Treu zu einem unvergesslichen Epos im Stile Leni Riefenstahls.
Extras: Trailer, Wahlwerbespot, Interviews (insgesamt etwa 60 Minuten), Bookle.
Der Film spielt im Jahr 2013, in dem die Partei im Film bereits die politische Macht in Deutschland an sich gerissen hat. Er bietet einen nicht chronologischen Rückblick auf den Weg der Partei „Die Partei“ seit ihrer Gründung 2004 bis zum Jahr 2009 (Erscheinungsjahr des Filmes).
Die Dokumentation beginnt mit einem Besuch Sonneborns und seiner Kollegen im Bundestag und Treffen mit verschiedenen Abgeordneten.
Der Wahlkampf für die Bundestagswahl 2005 wird intensiv thematisiert, etwa den Aufruf zum Abriss der Frauenkirche in Dresden, oder der öffentlichkeitswirksame Wiederaufbau von ein paar Metern der Mauer. Reale Medienberichte über die Partei werden gezeigt, sowie der letzte Wahlwerbespot zur Bundestagswahl. Des weiteren gibt es Filmmaterial von mehreren Bundesparteitagen und dem Casting der Kanzlerkandidatin.
Als erster außenpolitischer Akt der Partei wird der Besuch in Georgien 2007 und der damit verbundene Besuch von Stalins Geburtsort gezeigt. Hauptgrund der Reise ist jedoch das Treffen mit der Georgischen Arbeiterpartei (unter anderem vertreten durch Schalwa Natelaschwili) und das Abschließen von bilateralen Verträgen, die die Zusammenarbeit der beiden Parteien beschließen.
SCHAUSPIELER:
Komentare:
01. Spaßparteien sind ja fast so alt wie die parlamentarische Demokratie und
zeugen von einer bunten Republik, angefangen von den Grauen über die
APPD (Anarchistische Popo-Partei Deutschlands), die Bibeltreuen
Christen, die Yogi-Flieger von der Naturgesetz Partei bis hin zur CSU.
Aber keine heuchelt so ehrlich ihre Besorgnis um die Republik wie "Die
PARTEI", wohinter sich freilich eine ernste Haltung verbirgt, auch wenn
das Projekt zu entgleiten droht, wenn man manche Ortsverände betrachtet.
2004 wurde die PARTEI vom damaligen Titanic-Chef Martin Sonneborn
gegründet. Der Name ist freilich ein Akronym, Sonneborn zufolge wie bei
FDP programmfremd und willkürlich zusammengesetzt ("Partei für Arbeit,
Rechtsstaat,Tierschutz, Eilitenförderung und basisdemokratische
Initiative"). Pünktlich zur Realsatire der Nichtzulassung zur
Bundestagswahl durch den Bundeswahlleiter (Sonneborn: "Der letzte
Wahlleiter in diesem Land, der derart undemokratisch mit kleinen und
anderen Parteien umgesprungen ist, ist 1946 von einem alliierten
Militärtribunal hingerichtet worden.") und 30 Jahren Titanic kam der
PARTEI-Film ins Kino.
Man sieht Sonneborn in einem Uralt-Mercedes ins Jahr 2013 gebeamt;
die PARTEI hat soeben die Macht übernommen. In einer Mischung aus
"Wochenschau" und "Der siebte Sinn" kommentiert ein Erzähler die
Geschichte von Gründung bis Übernahme des Kanzleramtes. Der Tradition
von Titanic-Mitgründer Chlodwig Poth ("Die endgültige Teilung
Deutschlands - das ist unser Ziel") folgend, sieht man, wie Sonneborn
und Co. zwischen Hessen und Thüringen die Mauer wiederaufbauen, dafür
die Steine der Dresdner Frauenkirche einsetzen wollen und im
"desaströsen Westen" (Krefeld) die ungleiche Verteilung der Aufbaumittel
thematisieren. In Georgien setzen sie unter einheimischem
Musikantenstadl bei der dortigen Arbeiterpartei außenpolitische Akzente,
unterzeichnen ein sinnfreies Abkommen. Und in Deutschland versteigern
sie Wahlwerbesendungen an ein Billigflugunternehmen - freilich um damit
Käuflichkeit und eine Gesetzeslücke anzuprangern.
Sonneborn und seine Mitstreiter um Tom Hintner ("Hintnerjugend")
sind natürlich keine begnadeten Schauspieler. Aber das sind richtige
Politiker ja auch nicht. Der Film hat keine großartige Dramaturgie,
weist einige handwerkliche Fehler auf und bietet insgesamt nicht
allzuviel neues für den, der die Partei in den Medien verfolgt hat. Aber
er unterhält kurzweilig, und die DVD enthält sicher noch viele bunte
Extra-Features, die die Welt nicht braucht. Doch wenn man schonmal
vorsorglich das Büro eines Abgeordneten ausmisst und über die
Ablösesumme für dessen Schreibtisch verhandelt, kann Demokratie ein
großer Spaß sein; man muss nur so tun, als nähme man sie ernst. So
praktizieren es die etablierten Politiker ja auch - nur dass das bei
ihnen nicht lustig ist.
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02. Es gibt viele Parteien in Deutschland die den Zug zur Macht haben. Doch
dieser Weg ist für viele steinig, langweilig und illusorisch. Doch eine
kleine verwegene Truppe von Demokraten, Trinkern und Unentwegten zeigt,
dass es auch anders geht. Kein Wunder, dass Die PARTEI vom
Bundeswahlauschuss zur Bundestagswahl 2009 verboten wurde. Demokratur in
Deutschland ist ohne Die PARTEI eben nicht möglich. Dieser PARTEI Film
hat es in sich und spiegelt einen Teil der Wirklichkeit wieder. Mein
Kampf war vorher - Die PARTEI ist die Zukunft. Brutal ehrlich -
spitzfindig und weise - irre und komisch. Der PARTEI-Film ist ein Muss
für jeden aufrechten Demokraten und Nichtwähler. Die zahlreichen
Aufnahmen von Politikern und deren Statements zeigen deutlich, wer wem
die Macht übertragen hat. Natürlich im Kino schon gesehen und so
manche(r) hat sich dabei gekungelt vor lachen. Wenn es nur nicht der
Realität entspräche - es wäre Satire in Reinkultur. So aber spiegelt es
die Wirklichkeit wieder und macht am Schluss doch betroffen, ob der
Wahrheit über die politische Kultur im Deutschland der Mutti Merkel.
Schön anzusehen, dass die Mitwirkenden keine Schauspieler sind,
sondern Normalbürger wie Du und Ich. Den Umweg über "ich bin ein Star
holt mich hier raus" und "DSDS" mussten die Akteure nicht antreten und
deshalb schon ist dieser Film urkomisch.
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03. Dieses filmische Dokument begleitet die PARTEI - Führung (Partei für
Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokratische
Initiative) um den Bundesvorsitzenden Martin Sonneborn von der
Gründung über den inszenierten Wiederaufbau der Mauer zwischen Hessen und Thüringen,
den Staatsbesuch bei der Georgischen Arbeiterpartei, den Wahlwerbespots für die
Bundestagswahl 2005 (die legendären HLX - Schleichwerbespots), die Wahl der Kanzlerkandidatin
2009(die Angela Merkel zumindest optisch haushoch überlegen ist) bis hin zur endgültigen Machtübernahme
2013. Satire vom Feinsten! Unbedingt ansehen! Horst Schlämmer kann dagegen nur einpacken und sich nach Grevenbroich
zurückziehen, Guidos Spaßpartei wird ganz schön zu knabbern haben -
Sonneborn und der PARTEI haben beide nichts entgegenzusetzen!
Nicht umsonst: "die PARTEI ist die einzige Partei, die von der
Stiftung Warentest mit GUT bewertet wurde" (Zitat Martin Sonneborn).
Pflichtfilm für alle politisch interessierten und besorgten Bundesbürger.
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04. Ich habe den Film bereits im Kino gesehen - und kann ihn nur empfehlen.
Unterhaltsam, kurzweilig, und im Gegensatz zu Horst Schlämmers
Billig-Comedy ist alles was man in diesem Film sieht ECHT! Genauso echt
wie Die PARTEI selbst.
Also - kaufen - kaufen - kaufen!
