Doom ist nach Wolfenstein der Wegbereiter für die sogenannten First Person Shooter gewesen. Blutrünstig, brutal und sehr einfach in der Zielsetzung, so ist auch der Kinofilm dazu geworden. Doom erinnert stark an Resident Evil. Auch hier geht es, nach einer vermeintlichen Rettungsaktion, sehr konsequent darum, durch dunkle Gänge zu rennen und mit großkalibrigen Waffen Monster abzuknallen. Ganz sicher trifft der Film den Geschmack der großen weltweiten Fangemeinde, aber leider bleibt hier viel zu viel im Dunkel der Gänge unsichtbar, was auf die Dauer ganz schön nervt. Nahezu ständig bleibt der Bildschirm zu mehr als 50% unbeleuchtet, die Monster selbst sind stets nur partiell und in sehr schnellen Schnitten erkennbar. Wozu? Hier wurde doch überhaupt kein Hehl daraus gemacht, dass der Film ein stumpfsinniges Gemetzel sein würde, das nie und nimmer FSK 16 erreichen würde. Fazit: Nicht schlecht, wenn man nur mehr sehen könnte.
Moviemans Kommentar zur DVD: Das leider viel zu dunkle Bild und die umständliche Tonumschaltung verhindern hier die Bestnote. Auch kann man auf die nicht skipbaren Texttafeln vor dem Hauptmenü gern verzichten. Extraseitig wurde ein guter Schnitt zwischen Infogehalt und Menge gewählt, auch wenn 2 ursprünglich enthaltene Featurettes von der FSK beanstandet und auf der endgültigen DVD nicht enthalten sein werden. Ein Textkommentar mit Hintergrundinfos, z.B. zu den Inspirationen zwischen Film und Game, wäre vor allem für die Fans nett gewesen.
Bild: Das sehr ruhige und stabile Bild ist schon beeindruckend. Leider — und das ist das Manko des Filmes und der DVD — bleibt der Film über lange Strecken viel zu dunkel. Das ist wohl oder übel so gewollt und beeinträchtigt die Wertung der Farbwiedergabe doch markant. Der Kontrastumfang ist dabei erstaunlich griffig und versucht dabei, The Rock noch aus den dunklen Katakomben des Komplexes herauszuschälen. Aber was soll der Kontrast richten, wenn es oft nur Schwarz zu sehen gibt? Rauschen und Artfeakte verhalten sich sehr unauffällig und zeigen allenfalls in grellen Szenen einen ansatzweisen Rauschschleier. Die Schärfe ist auch auf gutem Kurs und zeigt viele Details (sofern es hell ist) und bleibt auch in der Darstellung von Kanten und Strukturen frei von Doppelkonturen.
Ton: Manko beim Ton ist der Umstand, dass die Umschaltung via Audiotaste der Fernbedienung nicht möglich ist. Man muss umständlich über das Hauptmenü auf Einstellungen klicken, dann auf Sprachauswahl, dann die Sprache auswählen und dann wieder PLAY drücken. Jeder Schritt freundlicherweise von einer Zwischensequenz flankiert. Das gibt einen Punktabzug in der Gesamtwertung. Der akustische Part ist jedoch von einer immensen Dynamik durchzogen, die man nicht alle Tage durch seine Membranen geweht bekommt. Dutzende Effekte, Warnsignale (00.10.56), donnernd schließende, riesige Stahltüren , durch den Raum wandernde Dialoge, ja sogar unterschiedliche Klangspektren verschiedener Räume sind hier berücksichtigt und lassen den Zuhörer mit gezogenem Zeigefinger durch die Gänge wandern, bereit die Monster mit einem gezielten PENG aus dem Finger niederzustrecken. Lediglich die englische Tonspur kann in Sachen Druck noch ein kleines Quentchen mehr aus dem gebeutelten Chassis quetschen, bleibt aber bei den Dialogen ein wenig an Kraft schuldig. Zwischen DTS und Dolby Digital herrscht eine Pattsituation. Eine beeindruckende Leistung.
Extras: Die Extras verzichten weitgehend auf Werbesingsang. Prima!
Alle Extras liegen zwar nur in englischer Sprache vor, sind aber mit deutschen
Untertiteln versehen, die auch weitgehend korrekt sind. Der Special Effects-Teil
ist sehenswert.
Wer das Spiel gespielt hat kommt hier meiner Meinung nach durchaus auf seine
Kosten. Tatsächlich bietet der Film sogar mehr als nur stupides Gemetzel, das
man durchaus erwarten könnte. Deutlichen Wiedererkennungswert mit den Spielen
hat die Atmosphäre und das gesamte Set, das ist wirklich gelungen. Schade nur,
dass man von den Aliens / Monstern / Experimenten kaum etwas sieht und so auch
das "Wiedersehen mit alten Bekannten" aus den Spielen fehlt. Insgesamt handelt
es sich um eine halbwegs gelungene Mischung aus Alien 1/3 und Resident Evil, die
für Freunde des Spiels durchaus sehenswert ist, für alle "neutralen" Zuschauer
aber doch eher als zweite Wahl zu verbuchen ist. Natürlich könnte man noch
erhebliche Minuspunkte für Handlung und schauspielerische Leistung vergeben,
aber der Film erhebt meiner Ansicht nach gar nicht den Anspruch daran und ist
ein klassischer Vertreter einfachen Unterhaltungskinos - mit diesem Anspruch
gekauft ist das Produkt dann auch insgesamt vertretbar gelungen.
Nachdem "Tomb Raider" und "Resident Evil" die Fangemeinde der Videospieler zwar
nicht von den Socken haute, dafür aber das Geld an den Kinokassen klingelte,
wurde erneut ein erfolgreiches Game für die Kinoleinwand umgesetzt.
Andrzej
Bartkowiak ("Romeo must die", "Exi Wounds") hat im Action-Genre ja schon den ein
oder anderen Erfolg zu feiern, zeichnet sich aber nicht gerade durch einen
innovativen oder abwechslungsreichen Drehstil aus. Unterhaltsame Standardware
halt eben. So hätte man dann auch meinen können, "Doom - Der Film" wäre reines,
puristisches Action-Kino! Ist es aber nicht.
Die Story wurde, im Gegensatz
zu den indizierten Spielen, abgeändert. Und dies ist auch das große Manko am
Film. Während im Original sich auf dem Mars ein Tor zur Hölle öffnet, sind es im
Film Genmanipulationen, welche Menschen zu Monstern mutieren lässt. Und genau
das trübt den Gesamteindruck, sofern man kein Fan der Spiele ist oder selbiges
zumindest kennt. Ansonsten läuft der Film größtenteils im
10-kleine-Negerlein-Prinzip ab.
Es gibt zwar immer noch genügend Action im
Film, aber beschränkt sich das meiste durch wildes herumballern in dunklen
Gängen. Und der Film ist wörtlich als dunkel zu bezeichnen. Die Monster werden
teilweise viel zu kurz gezeigt, und auch die handgemachten Effekte sind klar
erkennbar. Wenn dann mal auf CGI zurückgegriffen wird, erwartet man zwar nichts
neues, aber für den Film reichen die Effekte vollkommen aus.
Aber warum
nun 4 Sterne trotz aller Kritik? Weil sich der Film, von der abgeänderten Story
mal ganz ab, doch recht gut an die Vorlage hält. Die Dunklen Gänge und Labor
erinnern gut an den dritten Teil der Spieleserie. Enges Mauerwerk, viel Metall,
endlose Rohre an den Decken, viel technischer Schnickschnack in den Laboren,
viele dunkle Ecken mit spärlicher Beleuchtung, und und und...
Im Ansatz
kommt sogar etwas Atmosphäre zu Tage, und wer sich solche Filme recht selten
anschaut, für den wird sich auch teilweise ein guter Spannungsbogen aufbauen.
Den absoluten Höhepunkt bekommt der Film zum Ende hin, wenn der
Hauptdarsteller wie im Spiel aus der Ich-Perspektive in einer einzigen
Einstellung ballernd durch die Anlage rennt! Da kommt Freude auf... Splatter
gibt es hier und da auch zu sehen; abgetrennte Gliedmaßen, Einschußlöcher,
mutierte Gegner, operative Eingriffe! Zurecht hat der Film in dieser Fassung
eine "Keine Jugendfreigabe" erhalten, auch wenn das Spiel deutlich brutaler ist.
Die Darsteller machen ihre Sache recht gut, vor allem Dwayne "The Rock"
Johnson, dessen Charakter immer etwas undurchsichtig erscheint, kann den Film
mit seiner Coolness vor der Mittelmäßigkeit bewahren. Karl Urban, der durch die
"Herr der Ringe"-Trilogie bekannt wurde, spielt routiniert, ist in meinen Augen
aber doch austauschbar.
Der Film ist und bleibt Geschmacksache. Ein
Pluspunkt, wenn man die Vorlage kennt und gespielt hat, weil man dann viele
Dinge mit anderen Augen sieht und sich besser in den Film hineinversetzen kann.
Außerdem kann man so auch direkte Anspielungen auch zum Entwicklerteam der
Spiele finden und drüber schmunzeln!
Mir hat der Film gefallen, sollte
man sich ihn jedoch besser vorher einmal ausgeliehen haben, bevor man ihn blind
kauft.
"Doom" hat für mich den bisherigen König der Videospiel-Verfilmungen ("Resident
Evil") vom Thron gestoßen.
Jeder, der mit Filmen aus dem Genre Edel-Trash
etwas anfangen kann, der kommt an "Doom" nicht vorbei.
Die Geschichte
ist natürlich einfach, wird aber ohne großes Gerede um den Brei serviert - wobei
es sehr erfreulich ist, dass sich die Geschichte an das Videospiel hält.
Die Besetztung hätte besser nicht sein können!
>Sarge< Dwayne
Johnson muss (Gott-sei-Dank) nicht wieder einen hochintelligenten und
muskelbepackten Schwiegermutters-Liebling spielen. Die Rolle des (werdenden)
Bösewichts steht im äußerst gut.
>Reaper< Karl Urban avanciert im
Laufe des Films zum absoluten Helden und läuft "The Rock" spielend den Rang ab.
>Portman< Richard Brake gibt als durchgeknallter Freak eine sehr gute
Figur ab, ebenso wie andere Team-Mitglieder >Kid< Al Waever, >Duke<
Razaaq Adoti und >Destroyer< Deobia Oparei.
Rosamund Pike runded die
ganze Sache optisch wunderbar ab :-)
Der Film bietet hochwertige
Splatter-Action, sowie gut platzierten Humor.
Die düster gruslige Atmosphäre
wirkt ebenso glaubwürdig wie die in ferner Zukunft liegende Lokation.
Es
hätten zwar ein paar Schock-Effekte mehr sein können, dies mindert die Qualität
allerdings nicht.
Ein absolutes Highlight ist natürlich das 5-minütige
Massaker aus der Ego-Perspektive von Karl Urban. Da geht jedem PC-Zocker das
Herz auf :-)
Sowas hat man einfach noch nicht gesehen!
Die
Bildqualität der DVD läßt keine Wünsche offen.
Eine ordentliche
Surround-Anlage ist für die Atmosphäre unabdingbar!
Fazit: Für alle
Edel-Trash-Fans ein Pflicht-Kauf.
