MIG präsentiert hier eine schöne, in der Anschaffung recht günstige Box, die ein Quartett sehr unterschiedlicher Filme präsentiert. Auf "Piranha" hat vermutlich niemand gewartet und "Dracula's Curse" gab es schon mal von einem anderen Label. Der Film ist aber, auch wenn er günstig produziert ist, ein nettes kleines Vampirfilmchen mit hübschen Bildern. Wirklich interessant sind jedoch "The Ape" und "Nachts, wenn die Zombies schreien". Ersterer ist ein Rip-off von King Kong, das in Korea spielt und mit unglaublichen Zoten aufwartet. Die enorm schräge Synchronisation sorgt hier für Spaß pur: immerhin spricht einer der koreanischen Wissenschaftler gar mit Wiener Dialekt. Ein echtes kleines Highlight des Horrorfilms stellt jedoch "Nachts, wenn die Zombies schreien" dar, in dem sich ein All-Star-Cast die Klinke in die Hand gibt. In der Hauptrolle agiert William Shatner, der hier eine der besten Darstellungen aus seinem 70er-Jahre-Oeuvre abliefert. Doch auch die restliche Besetzung ist mit Namen wie Tom Skerritt, Ernest Borgnine und John Travolta in seiner ersten Rolle ziemlich namhaft. Die Umsetzung von Robert Fuest lebt von einer bedrohlichen Atmosphäre. Der Film verfügt sicherlich nicht über das stringenteste Drehbuch, wohl aber über viel Phantasie. Über die Jahre mauserte sich der Streifen zum kleinen Kulthit, was natürlich auch am Ensemble liegt. Fans von William Shatner sollten hier auf jeden Fall zugreifen. Fazit: Schöne Film-Mischung mit zwei echten B-Highlights
Die Qualität ist natürlich bei vier
Filmen schon wechselhaft, wobei "Piranha" eindeutlih am schlimmsten aussieht
(erfreulicherweise handelt es sich auch um den uninteressantesten Titel. Bei
"The Ape" fallen schon Artefakte und dergleichen auf, aber hier hat man es halt
auch mit einem obskuren Monsterfilm zu tun. Der neue "Dracula's Curse" macht
einen guten Eindruck. Wirklich überraschend ist aber die tolle Qualität von
"Nachts, wenn die Zombies schreien". Dieser Film aus den 70er Jahren wartet mit
satten, in sich stimmigen Farben auf, hat nur ganz wenig Rausch und eine gute
Kompression. Dazu kommt ein Schärfewert, der angesichts des Alters wirklich als
knackig zu bezeichnen ist. Der Stereoton ist ebenso wie das Bild natürlich etwas
wechselhaft, aber klingt im Großen und Ganzen gut. Bei den älteren Filmen hat
man schon mal ein leichtes Rasuchen drauf, störend ist das aber nicht. Am
Interessantesten sind zweifelsohne "The Ape" und "Nachts, wenn die Zombies
schreien", so dass man die beiden anderen Filme fast als Bonus bezeichnen
könnte. Etwas Bonusmaterial gib tes aber auch noch, nämlich einen
atmosphärischen Trailer zu "Nachts, wenn die Zombies schreien" und ein
vierseitiges Booklet, das Aufschluss über die Entstehung dieses Horrorfilms in
Starbesetzung gibt.
Pünktlich zur gruseligsten Zeit des Jahres kommt eine Box raus mit der man einen
wunderbaren Halloween Film - Abend verbringen könnte. Die vier Filme sind sehr
unterschiedlich, aber jedoch gut gewählt, damit auch keine Langeweile auftritt.
Nachts, wenn die Zombies schreien
Der beste Film der Box ist ein
Gruselklassiker der 70er Jahre mit einer sehr guten Besetzung. William Shatner
und Tom Skerrit kämpfen gegen Teufelspriester Ernest Borgnine. John Travolta hat
zudem noch eine seiner ersten Filmrollen. Die Atmosphäre ist sehr stimmungsvoll
und die gruseligen Teufelsjünger (ohne Augen) erzeugen wohlige Gänsehaut. Einige
krude Effekte, wie das Zerschmelzen von Menschen, hat man bis heute noch nie so
gesehen. Zudem liegt der Film jetzt ungeschnitten und in sehr guter Qualität
vor.
A*P*E:
Mein persönlicher Favorit ist dieser koreanische
Monsterfilm. Man kann getrost alles vergessen, was man über Trash Filme wußte.
Denn dieser Affe toppt alles. Eigentlich wollte man den Riesenaffen nach
Disneyland verschiffen, aber King Kong überlegt es sich anderes. Er bricht aus
und verwandelt Seoul in Schutt und Asche.
Gegen APE sehen die Godzilla Filme
wie Meisterwerke aus. Denn der Schauspieler des Riesenaffen kann gar nichts er
benimmt sich nicht wie ein Affe ganz im Gegenteil: er fuchtelt unentwegt in
der Luft herum und sieht immer aus, als ob er tanzt. Die Effekte sind so
schlecht, das es wieder Spaß macht und die Geniale deutsche Synchronisation mit
alten Europa Hörspiel Sprechern ist nur das Sahnehäubchen (der koreanische
Polizei - Captain hat einen Wiener Akzent). Ein gelungener Spaß für die ganze
Familie.
Draculas Curse:
Die gruselige Vampirgeschichte im
Fahrwasser von Blade und Buffy kann durch eine stimmungsvolle Ausleuchtung,
tolle Effekte und eine gute Synchronisation punkten. Die Geschichte um eine
Truppe Vampirjäger ist zwar nicht neu, wurde aber flott in Szene gesetzt.
Fetzige Kampfszenen und einige Splattereffekte lassen den Film zu einem
wunderbaren Popcornvergnügen werden. Kein Meilenstein, aber gute Unterhaltung.
Der größte Pluspunkt an Draculas Curse ist jedoch die weibliche Besetzung. Hier
hat man(n) über die ganze Lauflänge etwas zum gucken, dass einem fast die Augen
rausfallen. Für Vampirfans auf jeden Fall einen Blick wert.
Piranha -
Fluss des Todes:
Dieser Film fällt leider etwas heraus, denn Piranha ist
kein Monsterfilm, sondern eher eine Abenteuergeschichte im Fahrwasser von Beim
Sterben ist jeder der Erste. Hier verirrt sich eine Photographin und ihr Bruder
in den Urwald. Sie treffen auf einen geheimnisvollen Jäger, der seine Hilfe
anbietet, jedoch etwas anderes im Schilde führt.
Der Thriller aus Venezuela
hat wunderbare Landschafts- und Tier (Archiv) Aufnahmen, wirkt aber insgesamt
etwas altbacken. Wenn man keine bluttriefenden Piranha Szenen erwartet, wird man
ganz gut unterhalten. Der schwächste Film der Box, aber mit den anderen zusammen
doch sein Geld wert.
Inhalt:
Yeti - Das Schneemonster
Jack Brooks - Monster Slayer
Dark Place
Death Knows Your Name
'Yeti - Der Schneemensch':
Eine Passagiermaschine mit amerikanischen College-Football-Spielern an Bord stürzt über dem Himalaya ab, notlandet aber immerhin noch so sanft, dass viele Passagiere den Absturz überleben. Hin und her gerissen, ob man Hilfe suchen oder lieber auf solche warten soll, stellen die Gestrandeten irgendwann fest, dass sie in der Wildnis nicht so allein sind, wie sie glauben. Ein gewaltiger Schneemensch mit mächtigem Appetit auf Passagiere lauert in den dunklen Wäldern auf jene, die sich unvorsichtigerweise von der Gruppe entfernen ...
'Jack Brooks - Monster Slayer':
Seit er als Kind mit ansehen musste, wie ein grunzendes Ungeheuer seine Eltern und die kleine Schwester vernichtete, leidet Jack unter unkontrollierbaren Wutausbrüchen. Jetzt arbeitet er als Klempner, geht in eine psychologische Beratung (beides ohne großen Erfolg) und besucht die Abendschule beim schrägen Professor Crowley, wo er zumindest neben der attraktiven Eve sitzt. Als der Professor nach einer Begegnung mit einem dämonischen Artefakt zum Monster mutiert, erkennt Jack seine wahre Berufung ...
'Dark Place':
Der zehnjährige Ian muss immer und immer wieder mit ansehen, wie sein Vater Hort Willows seine Mutter misshandelt. Als diese sich dann aus Verzweiflung das Leben nimmt, findet Ian auch noch die Leiche. Sein Vater und ein irrer Prediger sperren ihn in eine Holzkiste. Er soll sich seinen Dämonen stellen. Diesen Exorzismus üben die beiden Wahnsinnigen noch an anderen Kindern aus, von denen viele Kinder sterben. Ian überlebt. Zehn Jahre später erntet die Gesellschaft das unvorstellbar Böse ...
'Death Knows Your Name':
Dr. Taylor ist ein Mann, der den Dingen auf den Grund geht und sich nicht mit halbgaren Erklärungen abspeisen lässt. Als er in einem abgesperrten Gebäudeflügel des psychiatrischen Instituts, in dem er arbeitet, einen menschlichen Schädel findet, lässt er diesen von einem befreundeten Gerichtsmediziner dessen Äußeres rekonstruieren. Er muss feststellen, dass er dem Verstorbenen aufs Haar und DNA gleicht. Doch das ist nicht die einzige böse Überraschung, die auf Taylor wartet. Die unheimliche Klinik birgt noch manch böse Geheimnis ...
SCHAUSPIELER:
