Indien ist ein österreichischer Film aus dem Jahr 1993.
Das tragikomische Roadmovie machte die beiden Kabarettisten Josef Hader und Alfred Dorfer 1993 in Österreich und (Süd-) Deutschland schlagartig bekannt. Der Film selbst basiert auf ihrem gleichnamigen Theaterstück aus dem Jahr 1991. Für die Film-Adaption kürzten die Autoren etwa ein Drittel des Textes und verlegten mehrere Szenen. Spielte das Theaterstück ausschließlich in Restaurants und einem Krankenhaus, gibt es im Film mehrere Sequenzen, die in einem Auto oder einem Hotelzimmer spielen.
Indien ist als Film Nummer 7 in der Edition „Der österreichische Film“ als DVD veröffentlicht worden und außerdem der einzige Film aus Österreich, der in die Sammlung der Cinemathek der Süddeutschen Zeitung aufgenommen wurde.
Der kleinbürgerliche Heinz Bösel sowie der strebsame, aber biedere Yuppie Kurt Fellner, der pausenlos redet und mit seinem Wissen beeindrucken möchte, überprüfen im Auftrag des Fremdenverkehrsamt in der niederösterreichischen Provinz Gasthäuser auf die Einhaltung von Hygienebestimmungen und gewerberechtlichen Vorgaben.
Schon zu Beginn der Dienstreise werden gravierenden Unterschiede der beiden
Charaktere erkennbar. Bösel trinkt pausenlos Bier, redet nur das Nötigste und macht einen ruhigen,
behäbigen Eindruck, gelegentlich bricht aber seine rohe Natur hervor. Ebenso
sieht er über die eine oder andere Verfehlung der Wirtsleute hinweg, solange er
entsprechend mit Wein und Lebensmitteln bestochen wird. Fellner hingegen kehrt
seine intellektuelle Seite heraus und versucht für alle Gegebenheiten mehr oder
weniger richtige Erklärungen zu finden. Auch quält er Bösel dauernd mit Fragen
aus dem Spiel
Trivial Pursuit.
Eines Abend eskaliert ein Streit zwischen den beiden. Beim zu Bett gehen erscheint Bösel, stark alkoholisiert, in Fellners Zimmer und schüttet ihm sein Herz über seine gescheiterte Ehe sowie über seinen Sohn, der nicht von ihm ist, aus. Als Fellner am nächsten Tag bemerkt, dass seine Freundin ihn betrügt, beginnt auch er zu trinken.
Plötzlich finden sich die beiden höchst unterschiedlichen Charaktere auf einer Ebene und kommen einander näher. Auf den eher trübsinnigen Fahrten durch die Provinz entdecken sie die eigenen Schwächen und Besonderheiten. Langsam entwickelt sich eine innige Freundschaft zwischen den beiden Inspektoren. Gemeinsam werden die Wirtsleute gepeinigt und massenweise Belohnungen in Form von Naturalien für das Augen zudrücken, einkassiert. Fellner schafft es sogar, Bösel für seine indische MusikReinkarnation ein. zu begeistern und führt ihn in die Lehren der
Plötzlich kommt es bei einem Zwischenstopp mitten im Nirgendwo zu einem Zwischenfall: Fellner bekommt starke Schmerzen im Unterleib. Die Dienstreise wird abgebrochen.
Fellner wird ins Krankenhaus eingeliefert, doch da der Primar nach der Untersuchung in Urlaub fährt, bleibt er über seine Diagnose im Unklaren – er interpretiert, dass es sich um nichts Ernstes handeln kann. Da Bösel mit seiner Familie nichts mehr am Hut hat und Fellner von seiner Freundin und allen anderen verlassen scheint, ist Bösel fast täglich im Krankenhaus, um Fellner Gesellschaft zu leisten. Eine Stationsschwester borgt Bösel dazu einen weißen Arztkittel, damit seine Aufenthalte über die Besuchszeit hinaus nicht auffallen. Zufällig belauscht Bösel beim Gang auf die Toilette zwei Ärzte, die bereits wissen, dass Fellner an Hodenkrebs leidet. Bösel ist bestürzt, wahrt aber gegenüber Fellner den Anschein, dass nichts wäre. Bald erfährt auch Fellner von der niederschmetternden Diagnose. Einmal noch gelingt es Bösel, Fellner aus dem Krankenhaus zu schleusen, zu einem gemeinsamen Abendessen bei ihm. Dort kommt es noch einmal zu einem Gefühlsausbruch von Fellner, der sich aber schließlich mit seinem Schicksal abfindet. Bösel erfüllt Fellner noch all seine letzten Wünsche: er will eine einfache Melodie auf einer Orgel spielen, worauf Bösel ein Keyboard besorgt. Auf den Wunsch noch einmal im Wald die Vögel zu hören, schiebt Bösel, Fellners Krankenbett (welches aus Platzgründen mittlerweile am Gang des Krankenhauses steht) in den Park des Krankenhauses. Dort stirbt Fellner in den Armen von Bösel.
Nachdem sich Bösel von seinem Freund verabschiedet hat, macht er sich auf den Heimweg. Im Park des Krankenhauses trifft er auf einer Parkbank einen Zeitungsverkäufer indischer Herkunft, dieser hört auf einem Kassetenrecorder die gleiche Musik wie Fellner. Bösel setzt sich zu ihm. Als der Inder auch noch die BananeReinkarnation von Fellner zu sehen. Fröhlich tritt er seinen Heimweg an. auf die gleiche Art und Weise wie Fellner schält (nicht oben am Stängel, sondern er beißt zuerst in den unteren Teil und schält dann von dort die Banane), glaubt er in ihm die
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