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OTTO - DER FILM - OTTO DER NEUE FILM - OTTO DER AUßERFRIESISCHE - OTTO DIE FILM BOX - OTTO DER LIEBESFILM - OTTO DER KATASTROFENFILM - OTTO DIE SERIE  (AUF DVD)
















Im Gegensatz zu seinen Folgefilmen ist Otto Waalkes Leinwand-Debüt aus dem Jahre 1985 exakt das, was seine Fans von ihm sehen wollten: Eine naive, ein bisschen freche, unbekümmerte, liebenswerte Komödie, in deren Mittelpunkt stets der sympathische Friesenjung steht. Dabei ist die Handlung zum Glück mehr als nur ein Beiwerk. Sie bietet vielmehr das Spielfeld für Ottos Gags. Auf jeder Position sitzen zehn Stück davon, und geschickt weiß Otto all diese Gags in einen Zusammenhang zu bringen (vom etwas verunglückten Ende des Filmes vielleicht abgesehen -- doch Schwamm drüber, schließlich entwickelt der Film in seinen besten Momenten sogar so etwas wie Situationskomik, was in deutschen Komödien selten der Fall ist).

Otto (Otto Waalkes) kommt vom Land in die Stadt, wo er prompt in die Fänge eines Kredithais (Peter Kuiper) gerät. Ruckzuck schuldet er ihm 9999 Mark. Woher nehmen, wenn nicht stehlen? Durch einen Zufall rettet er der jungen Silvia von Kohlen und Reibach (Jessika Cardinahl) das Leben und wird, wohl oder übel, von ihrer hochnäsigen Mutter, der Konsulin (Elisabeth Wiedemann), in ihr Haus eingeladen. Statt eines erhofften Geldgeschenks bekommt er eine seltene Flasche Wein überreicht. Wein? Was soll Otto mit Wein. Er braucht Geld! Ihm bleibt nichts anderes übrig als den Kohlen und Reibachs auf Schritt und Tritt zu folgen. Vielleicht kriegt er dann ja, was er will. Dabei bemerkt er nicht, dass Silvia längst ein Auge auf ihn geworfen hat.

Ein Gag folgt dem nächsten. Handwerklich ist der Film sehr gefällig inszeniert, Ottos teilweise überraschend bösartigen Seitenhiebe auf die vornehme Bürgergesellschaft Hamburgs ist auch südlich der Elbe leicht zu verstehen. 1986, ein Jahr nach seinem Bundesstart, lief der Film übrigens auch in der DDR an und wurde dort ein Erfolg. Ein Beweis dafür, dass Ottos Humor überall in Deutschland seine Fans gefunden hat -- und zumindest im Rahmen dieses ersten Filmes auch heute noch findet. 


Der arme junge Mann namens Otto kommt vom flachen Land in die große Stadt. Dort rettet er dem reichen jungen Mädchen Silvia ganz zufällig das Leben. Doch damit beginnen auch jede Menge Probleme, denn die schöne Silvia hat nicht nur Geld, sondern auch einen Verlobten und eine Mutter. Dazu kommen noch Ottos Firma OSSI - mit Schulden, aber ohne Kunden - und der zwielichtige Geldverleiher Shark, der sein Geld von ihm zurückfordert. Die Bemühungen, das Geld aufzubringen, bescheren ihm zwar wenig Erfolg, dafür aber neue Begegnungen mit Silvia, in die er sich inzwischen unsagbar verliebt hat. Dann sind da auch noch zwei Bankräuber, die ebenfalls schnell reich werden wollen...


Otto, Friese ohne Furcht und Adel, ist in seiner Heimat ein angesehener Mann: er beliefert den Kindergarten mit Milch und Horrorgeschichten, versorgt die alternative Agrarkommune mit naturbelassenen Vollwerteimern und belebt das Souveniergeschäft mit Leuchttürmen und Klopapierrollen...




Otto, Friese ohne Furcht und Adel, ist in seiner Heimat ein angesehener Mann... er versorgt den Kindergarten mit Milch und Horrorgeschichten, versorgt die alternative Agrarkommune mit naturbelassenen Vollwerteimern und belebt das Souveniergeschäft mit Leuchttürmen aus Klopapierrollen. Jäh wird die Idylle zerstört, als die HI SPEED UNLIMITED in Ottos Heimat die Teststrecke für einen neuen Raketengleiter bauen will. Letztes Hindernis Ottos gelb-rot-gestreifter Leuchtturm, der nicht mal ihm, sondern seinem Bruder Benno gehört. Der müsste nun schleunigst seinen Besitzanspruch erklären, doch Benno sitzt im ausserfrisischen Florida. Otto bricht nach Miami auf - die amerikanischen Verhältnisse kennt er bestens aus dem Fernsehen, und so bringt er in echt friesischer Miami-Vice-Marnier Taxifahrer, Killer und Strassengangs zur Verzweiflung...

Nach Otto - Der Film brauchte Otto Waalkes rund zwei Jahre, bis er mit einem zweiten Teil ein weiteres Mal die Kinokassen klingeln ließ. Otto - Der neue Film mag ein kommerzieller Erfolg gewesen sein, inhaltlich betrachtet ist er jedoch eine traurige Angelegenheit. Gab es im ersten Teil noch eine richtige Handlung, ist dieser Film nicht anderes als eine flaue Aneinanderreihung aufgewärmter Alt-Gags. Irgendwie spielt Otto einen Hausmeistergehilfen, der unter dem Joch seines Chefs (Dirk Dautzenberg) zu leiden hat, das er still erträgt, weil er sich in dessen Tochter Gaby (Ute Sander) verliebt hat. Wie gesagt: Irgendwie geht es darum, denn die Handlung hat weder Hand noch Fuß. Die Gags sind ihrer Gesamtheit eher zu flach, als dass sie über die inhaltlichen Schwächen hinwegtäuschen könnten.

Nach dem gelungenen ersten Film wurde hier der Fehler begangen, abkassieren zu wollen, was zwar gelang, jedoch sehr kurzsichtig gewesen ist. Nach diesem Film ging es nämlich über Jahre hinweg mit der Karriere Ottos abwärts. War Otto - der Filmso etwas wie der Abschluss einer ersten Schaffensphase, die Mitte der 70er Jahre mit den ersten Otto-Shows in der ARD begonnen hatte, hätte er mit Otto - der neue Film einen neuen Weg einschlagen müssen. Das tat er aber nicht.

Einzig amüsant sind in diesem Film die zahlreichen Anspielungen auf die Filme muskelbepackter Actionstars der späten 80er Jahre (allen voran Arnold Schwarzenegger). Höhepunkt ist die Geschichte des "Kontrollators", eines U-Bahn-Schaffners, der mit seiner M-16 in seiner Bahn unter den Schwarzfahrern aufräumt. 


Er ist Ostfrieslands Antwort auf Rambo und steht zwischen zwei Welten, zwei Frauen und zwei Tieren. Während er versucht, einen Hund mit Beißhemmung und eine Katze mit Selbstmordabsichten zu heilen, läuft ihm der Traum seiner schlaflosen Nächte über den Weg Gaby - schön wie eine Elfe, eiskalt wie eine Hundeschnautze. Otto balzt wie ein brünftiger Hirsch, doch Gaby denkt nur an Amboss, den Rabiator - ein echter Kerl mit Muckis aus Stahl und einem Hirn aus Schaumgummi. Naja, Otto hat Muskeln wie Murmeln und ein Hirn wie ein Erbse sowie Haarausfall. Der liebestolle Otto tut für Gaby einfach alles. Und fällt prompt beim Bodybuilder-Wettbewerb mordsmäßig auf die Nase! Nur gut, dass es da noch die liebe Anna gibt...

Junger Mann liebt junges Mädchen- an sich die natürlichste Sache der Welt. Doch was passiert, wenn das junge Mädchen Otto heißt? Dumme Frage. Das junge Mädchen heißt nämlich Tina und nicht Otto - schlimm genug, daß der junge Mann so heißt. Ja, die Liebe hat viele Gesichter - und nun auch das noch! OTTO - DER LIEBESFILM ist eine Heimsuchung - erzählt wird zumindest die Geschichte einer solchen. Denn dem jungen Liebespaar fehlt noch ein Dach über dem Bett zum Glück. Zu ihrem und unserem, denn wo die Legenden enden, da beginnt dieser Film und die Wirklichkeit. In Wirklichkeit geht dann alles wie im Märchen, jedenfalls in diesem Film. Dabei fing alles ganz schamlos an! Dafür, daß Tina und Otto am Ende glücklich werden, sorgt immerhin der Gott der Liebe, Amor persönlich - das heißt: er sollte eigentlich dafür sorgen. Denn die erste Liebe ist eine viel zu ernste Sache, um sie solchen Anfängern zu überlassen.




Junger Mann liebt junges Mädchen - an sich die normalste Sache der Welt. Doch was passiert, wenn das junge Mädchen Otto heisst? Dumme Frage. Das junge Mädchen heisst nämlich Tina und nicht Otto - schlimm genug, dass der junge Mann so heisst. Doch dem jungen Liebespaar fehlt noch ein Dach über dem Bett zum Glück. Zu ihrem und unserem, denn wo die Legenden enden, da beginnt dieser Film und die Wirklichkeit. In Wirklichkeit geht dann alles wie im Märchen, jedenfalls in diesem Film. Dafür, dass Tina und Otto am Ende glücklich werden, dafür sorgt immerhin der Gott der Liebe, Amor persönlich - das heisst er sollte eigentlich dafür sorgen. Denn die erste Liebe ist eine viel zu ernste Sache, um sie solchen Anfängern zu überlassen...


Otto Waalkes -- der Mann, der in den 70er Jahren mit seinem Humor die deutsche Komödie revolutionierte -- ist heute, im Zeitalter der Stand-Up-Comedians, von Switsch und Michael Mitterweier, von Ingo Appelt und dem Quatsch Comedy Club, ein Relikt vergangener Zeiten. Man braucht die genannten Künstler und Formate nicht mögen, sie alle aber repräsentieren heutige Komödienformate: Schnell und manchmal böse, gemein und selbstreflektierend, aktuell und konsequent. In seiner Zeit trafen diese Attribute auch auf Otto Waalkes zu. Doch die Zeiten haben sich geändert; was früher provokant war, ist heute nur noch nett. Und Otti, wie er von seinen Fans bis heute liebevoll genannt wird, hat sich diesen Veränderungen in vielen Belangen verschlossen.

Dies merkt man vor allem seinem fünften abendfüllenden Spielfilm Otto - Der Katastrofenfilm an, in dem der in die Jahre gekommene Ostfriese die gleichen Gags und den gleichen Unsinn produziert wie schon vor 20 Jahren in seinen Bühnenshows.

Im Mittelpunkt seines Filmes steht wieder einmal Otti vom flachen Land, der seinem Großvater (auch Otto) einen letzten Wunsch erfüllen will: An Bord der "Queen Henry", eines Kreuzfahrtschiffes, soll er seiner Seefahrerfamilie zu neuen Ehren verhelfen. Dazu hat er denn auch mehr als nur eine Gelegenheit, denn die "Queen Henry" ist maßlos überversichert -- und ihr japanischer Reeder hat einen Attentäter an Bord geschmuggelt, um in einer Katastrophe von Titanic-Ausmaßen den Dampfer auf den Meeresgrund zu schicken.

Die erste halbe Stunde des Filmes verspricht viel. Sie ist ungemein dynamisch inszeniert. Vom Tokio der Gegenwart führt die Geschichte über New York weiter nach Ostfriesland. Raum- und Zeitsprünge wirken rasant und sie versprechen -- humoristisch und filmtechnisch -- sowohl den alten Otto-Fan wie den Kinogänger der Gegenwart im Lichtspielhaus in Eintracht zu vereinen. Ab dem Moment aber, in dem die Handlung nur noch auf dem Dampfer spielt, ist es mit der Dynamik vorbei. Der bis dato beeindruckend fotografierte Film verwandelt sich in ein Fernsehspiel (Regisseur Onneken hat in den letzten Jahren vornehmlich für RTL Serien inszeniert), und Ottos Gags -- man hat sie alle schon einmal gesehen. Da ist nichts spontan, nichts wirklich witzig; alles, was passiert, hat man so schon einmal in früheren "Otto"-Filmen gesehen. Die teilweise beeindruckenden Spezialeffekte des angeblich rund 17 Millionen Mark teuren Werkes und eine Reihe von durchaus witzigen Szenen (vor allem im ersten Drittel) können über die inhaltlichen Schwächen des Filmes kaum hinwegtäuschen. 


Aus den unendlichen Tiefebenen Ostfrieslands kommt ein junger Mann auf allerlei kleinen Umwegen in die Großstadt und klopft ans Tor zur weiten Welt. Trotz umfangreicher Sicherheitsvorkehrungen der zuständigen Katastrofenschutzstellen kann er es passieren und nimmt mit einem ahnungslosen Dampfer Kurs auf Amerika. Jedes Mittel ist ihm recht, um den großen Traum seines toten Großvaters zu erfüllen Ein stolzes Schiff sicher in den Hafen von New York zu führen. Was er nicht wissen kann Finstere Mächte haben längst den Untergang dieses Traumschiffs beschlossen. Und so
wird der Traum zum Alptraum, der Mann zum Steuermann und die Rechtschreibung zur Katastrofe...

Der Jahrhundertkomiker Otto Waalkes hat keine große Mühe, jede nur erdenkliche Hauptfigur der alten Edgar-Wallace-Filme gekonnt und äußerst witzig zu persiflieren. Der Hexer bekommt darin ebenso sein Fett weg wie auch der Mönch mit der Peitsche. Aber auch andere Otto-Klassiker wie "Baby Otto", "Mein liebes Tagebuch" oder "Harry Hirsch" kommen zur Genüge zum Zuge.




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