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REISE ZUM MITTELPUNKT DER ERDE (AUF DVD) 2008








Seans Onkel Trevor ist Geologieprofessor an der Uni, und wie Professoren nun mal so sind, hat Trevor nicht viel Ahnung vom wirklichen Leben. Daher hat Sean schon ein mulmiges Gefühl, als ihn seine Mutter für ein paar Tage bei Onkel Trevor abgibt. Natürlich stoßen die beiden auch sogleich auf dem falschen Fuß aufeinander, der familienunerfahrene Professor macht alles falsch und der in sich gekehrte Teenager macht es dem Onkel auch nicht gerade leicht. Im Grunde teilen die beiden nur eine Gemeinsamkeit: Trevor erkennt in Sean eine Menge Merkmale seines verschollenen Bruders Max, Seans Vater, wieder. Max war ebenfalls Geologe und einer schrägen geologischen Theorie auf der Spur. Er brach zu einer Expedition auf, als Sean noch ein kleines Baby war, und kehrte nie mehr zurück.

Als Trevor Sean ein wenig von seiner Arbeit berichtet, fällt ihm auf, dass die geologischen Bedingungen einer Reihe von Messstationen rund um den Globus zufällig gerade wieder exakt genauso sind, wie damals, als Max verschwand. Da hält den Professor keine Vernunft mehr, und zusammen mit dem Teenager fliegt er sofort nach Island, um dort die Spur von Max wieder auf zu nehmen. Zusammen mit der schnuckeligen Bergführerin Hannah suchen Trevor und Sean dort die geologische Sonde auf, mit der Max zuletzt zu schaffen hatte, doch ein heftiges Gewitter zwingt sie, Unterschlupf in einer alten Mine zu suchen. Und hier nimmt das Abenteuer erst seinen Anfang:

Da der Eingang der Mine einstürzt, sind die drei Gefangenen nun gezwungen, sich einen anderen Ausgang zu suchen - und stoßen auf eine unterirdische Wunderwelt, deren Existenz sie nie für möglich gehalten hätten. Nach und nach stellen sie fest, dass an der Spinnerei, dass die Details aus Jules Vernes Literaturklassiker "Die Reise zum Mittelpunkt der Erde" von 1864 allesamt wahr seien, tatsächlich etwas dran sein muss. Umso unangenehmer ist es für Trevor, Hannah und Sean im Umkehrschluss, dass sie nur weiter zu blättern brauchen, um die Schrecken, die noch auf sie zukommen, schon erahnen zu können.

Ganz klar hegt Reise zum Mittelpunkt der Erde nicht den Anspruch, ein ernsthafter Abenteuerfilm mit logischen Erklärungen aller Phänomene zu sein. Zu lächerlich der Handlungsverlauf, zu klamottig die Witze und Sprüche, zu schwachsinnig die Erklärungsansätze. Bereits die Fahrt mit den Minenhunden zu Beginn des Films in Island, die ja noch in "unserer" Welt stattfindet, ist höchst unrealistisch, dafür aber umso amüsanter. Die ist für Kenner mit einem Blick als Hommage an die entsprechende Szene aus Indiana Jones und der Tempeldes Todes zu erkennen, und wahre Freaks meinen sogar, starke Ähnlichkeiten im Schnitt dieser beiden Sequenzen feststellen zu können.

Nach diesem fulminanten Einstieg erleben die Figuren jede Menge weiterer halsbrecherischer Abenteuer, die jeder einzelne Leser dieser Zeilen wohl selbst nicht überleben würde. Doch das tut dem Film keinen Abbruch: Wer sich darauf einzulassen vermag, dass es eben nicht mit rechten Dingen zugeht unter der Erdoberfläche, der kann ein nettes, harmloses Kinoabenteuer erleben. Zugeschnitten ist der Film sicherlich auf Jungs im frühen Teenageralter und auf deren begeisterungsfähige Väter, doch wird bestimmt die ganze Familie Spaß haben an der kurzweiligen Kette von Erlebnissen in den Tiefen der Erde.


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