SEX AND THE CITY - DER FILM
Vier Jahre nach dem Ende der Serie scheinen noch immer alle vier Freundinnen ihr persönliches Happy End zu leben. Charlotte und Harry haben erfolgreich die kleine Lyly adoptiert, Samantha ist mit Smith nach Los Angeles gezogen, um seine Karriere weiter zu fördern, Miranda und Steve leben mit dem kleinen Brady in Brooklyn und Carrie liegt noch immer in „Mr. Bigs“ Armen (auch wenn der nun auf den Namen John hört).
Auf der Suche nach einer gemeinsamen Wohnung stoßen die beiden auf ein Penthouse das Carrie so sehr begeistert, dass Big beschließt, es zu kaufen. Der viel zu kleine Kleiderschrank wird in einen begehbaren umgebaut, in dem Carrie ein Paar teure von Manolo Blahnik gestaltete Schuhe zur Einweihung hinterlässt. Nach anfänglicher Freude äußert Carrie Sorge um den rechtlichen Aspekt eines gemeinsamen Zuhauses, und Big schlägt daraufhin vor, zu heiraten. Überrascht, aber freudig, stimmt Carrie zu. Die beiden beschließen, im kleinen Rahmen die Ehe einzugehen.
Miranda hat mehr und mehr Probleme, Familienleben und Arbeit zu jonglieren und beichtet ihren Freundinnen, dass sie seit sechs Monaten keinen Sex mehr mit Steve hatte. Eines Abends gesteht der geknickte Steve, dass er sie betrogen habe. Miranda verlässt ihn, ohne eine Chance auf ein klärendes Gespräch. Auch bei Samantha und Smith ist der Alltag eingekehrt und Sam fühlt sich zunehmend vernachlässigt. Mit Neid beobachtet sie ihren neuen Nachbarn, der ein ausgeprägtes Sexleben pflegt.
Carrie steht für eine Vogue-Fotoserie in Designerbrautkleidern Model. Als ihr anschließend ein Kleid von Vivienne zum Geschenk gemacht wird, geraten die Hochzeitsvorbereitungen schnell aus dem Rahmen. Big macht seinem Unmut darüber Luft, lässt die Hochzeitsvorbereitungen jedoch Carrie zuliebe wie geplant weiter laufen. Am Abend von Carries und Bigs Rehearsal - Dinner taucht Steve auf, um mit der ablehnenden Miranda zu sprechen. Als diese danach verletzt und wütend auf Big trifft, wirft sie ihm an den Kopf, er und Carrie wären verrückt zu heiraten, da die Ehe alles ruiniere. Big ist durch diese Aussage tief erschüttert und erzählt Carrie von seinen Zweifeln, die ihn jedoch beruhigen kann, indem sie ihm versichert, sie würden weiterhin sie selbst sein.
Am nächsten Morgen wird Carrie mit viel Getöse zur als Hochzeitsort bestimmten Bibliothek (New York Public Library) gebracht. John versucht verzweifelt, Carrie zu sprechen oder wenigstens zu sehen, um sich zu versichern, dass sie dieselbe Frau ist. Doch die ist von Menschen umschwirrt und in ein riesiges Kleid samt Schleier gehüllt. Wenig später erfährt sie, dass Big sich nicht in der Lage fühlt, sie zu heiraten. Entsetzt verlässt sie mit ihren Freundinnen die Bibliothek und trifft auf der Straße auf Big, der seine Meinung geändert hat. Sie schlägt ihn mit ihrem Brautstrauß, bevor die Frauen wütend davon fahren. Die Freundinnen begleiten Carrie auf die geplante Hochzeitsreise nach Mexiko. Diese erholt sich nur langsam von dem schweren Schlag und wirft ihr Handy ins Meer, um unerreichbar zu sein. Nach der Rückkehr in ihre zwischenzeitlich bereits ausgeräumte Wohnung, entschließt sich Carrie, eine Assistentin zu engagieren, die sie in Louise (aus St. Louis) findet. Carrie bittet sie unter anderem, Bigs E-Mails verschwinden zu lassen, die daraufhin von dieser in ein anderes Postfach umgeleitet werden.
Charlotte stellt zu ihrer Verwunderung und Freude fest, dass sie schwanger ist. Nach anfänglichen Ängsten vor einem schrecklichen Ereignis in ihrem perfekten Leben, gewöhnt sie sich an ihre Umstände und lebt ihr normales Leben weiter.
Miranda, die trotz ihres schlechten Gewissens nie den rechten Zeitpunkt gefunden hat, gesteht Carrie schließlich ihre Rolle in Bigs Zweifeln. Diese wirft ihr daraufhin wütend an den Kopf, dass sie ihre Trennung von Steve für einen großen Fehler hält. Nach der Versöhnung der beiden, beginnt Miranda eine Paartherapie mit Steve, die zum Ziel hat, dass beide sich getrennt darüber im Klaren werden sollen, ob sie einen Neustart versuchen möchten. Falls ja, werden sie zu einem bestimmten Zeitpunkt auf der Brooklyn-Bridge erscheinen. Tatsächlich kommen beide und fallen sich glücklich wieder in die Arme.
Louise, die sich in ihrem Weihnachtsurlaub mit ihrem Exfreund versöhnt hat, eröffnet Carrie, dass sie nach St. Louis zurückkehren wird, um ihn zu heiraten. Samantha lebt in zunehmender Frustration, hat sich einen kleinen Hund als Ablenkung zugelegt und fährt aus der Haut, als Smith sie am Valentinsabend versetzt. Als sie ihre Freundinnen mit deutlicher Gewichtszunahme schockiert, gesteht sie, dass sie sich von ihrem Bedürfnis nach Sex mit ihrem attraktiven Nachbarn durch übermäßiges Essen abzulenken versucht, weil sie sich Smith verpflichtet fühlt. Letztendlich trennt sie sich von Smith, der ihr noch immer viel bedeutet, ihre Bedürfnisse jedoch nicht erfüllen kann.
Die hochschwangere Charlotte trifft in einem Restaurant auf Big. Es kommt zu einer wütenden Auseinandersetzung, bei der ihre Fruchtblase platzt. Big schafft sie daraufhin ins Krankenhaus. Nachdem die kleine Rose geboren ist, erfährt Carrie von den Ereignissen. Harry bittet sie, Big anzurufen, da dieser ihr geschrieben hätte, aber sie nicht antworte. Zuhause durchsucht Carrie ihre Post und Emails auf der Suche nach Bigs Nachrichten, bis sie begreift, dass Louise diese einst auf ihren Wunsch beiseite geschafft hatte. Sie stellt fest, dass Big, der nicht die richtigen Worte finden konnte, ihr viele Liebesbriefe bekannter Männer abgetippt hatte und am Ende das von ihr vorgeschlagene Eheversprechen „Ich werde Dich immer lieben.“ Als sie noch überlegt, ob sie Big kontaktieren soll, ruft Louise an, um ihr mitzuteilen, dass die Schlösser des Penthouses in einer Stunde ausgewechselt werden. Um ihre Schuhe zu retten, springt Carrie ins nächste Taxi. Doch als sie den begehbaren Kleiderschrank betritt, steht Big vor ihr, der den gleichen Gedanken hatte. Die beiden fallen sich glücklich in die Arme und John macht ihr einen Heiratsantrag, den sie mit einem Schuh besiegeln. Die beiden heiraten alleine, aber glücklich, auf dem Standesamt. Der anschließenden, fröhlich-lauten Feier wohnen nur Carries Freunde und ihre Familien bei. Der Film endet mit Samanthas 50. Geburtstag, den sie im Kreise ihrer Freundinnen feiert.
SEX AND THE CITY 2
Mich kotzt dieses Gejammer über die Wirtschaftskrise an. Ich muss endlich mal wieder in ein Land fahren, das reich ist." So hört es sich an, wenn die vier "Sex and the City"-Grazien die Wall-Street-Pleite kommentieren. Und welches Land wäre für Carrie (Sarah Jessica Parker), Charlotte (Kristin Davis), Samantha (Kim Catrall) und Miranda (Cynthia Nixon) geeigneter als das Emirat Abu Dhabi, das New York des Nahen Ostens - oder wie Miranda sagt: "Abu Dhabi-Doooo!" Nach zwei Jahren Ehe mit Mr. Big (Chris Noth) ist bei Carrie der Alltag eingekehrt: Fernsehen auf dem Sofa anstatt wilder Cocktailpartys und mäßiges Essen vom Sushimann um die Ecke anstelle von Gourmetrestaurants bestimmen ihr Leben. Da kommt eine Einladung in die arabische Wüste, in der Samantha ein Nobelhotel promoten soll, gerade recht. Kaum angekommen befindet sich das quirlige Quartett auch schon in einem Glamourmärchen aus 1001 Nacht - bis Carries Ex Aidan (John Corbett) vor der Tür steht. Richtig kompliziert aber wird es erst, als Samantha ihre Hormonexplosionen mit einer Horde Rugbyspieler und einem adretten Architekten kompensieren will. Schließlich sind die Sittenwächter der islamischen Welt auf so viel Hemmungslosigkeit nicht vorbereitet.
Deutlich rasanter und pointenreicher als in Teil 1 wird im Sequel dem Geist der Serienvorlage gehuldigt: Ob Samanthas Vitaminüberdosen gegen das Älterwerden, Charlottes lautstarke Kämpfe mit den lieben Kleinen, Mirandas Jobprobleme oder Carries Angst, als langweiliges Frauchen am Herd zu enden - das Liebes- und Alltagschaos der Großstadtmiezen wird nicht mehr tiefenpsychologisch seziert, sondern luftig-leicht in die beschwingte Geschichte eingebettet. Was natürlich auch für das Product-Placement von Apple bis zu den Luxuskarossen der Marke Maybach gilt.
Den Zusammenprall der Kulturen in Abu Dhabi inszenierte Regisseur Michael Patrick King als augenzwinkernde Odyssee naiv-sympathischer US-Damen, an deren Ende sündhaft teure Designerklamotten zur christlich-islamischen Frauenverständigung beitragen.
Aber auch für die Männerwelt hat der spritzige Spaß zwischen Louis-Vuitton-Taschen, überdimensionalen Hüten und glitzernden Paillettenkleidern einiges zu bieten. Dafür sorgt schon allein der wippende Auftritt von Charlottes drallem Kindermädchen Erin (Alice Eve), der nicht nur Samantha den Kiefer herunterklappen lässt. Und bei Liza Minnellis Tanzeinlage auf einer verschwenderisch-kitschigen Schwulenhochzeit werden sich selbst in Testosteron getränkte Rocker das Lachen nicht verkneifen können.
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