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SOLOALBUM - DER FILM (AUF DVD) 2003




So wie man Benjamin Stuckrad-Barres Bestseller Soloalbum durchaus als kleinen literarischen Bruder von Nick Hornbys Pop-Roman High Fidelity sehen kann, so ist auch Gregor Schnitzlers Filmversion des Soloalbums eine Art Nachzügler. Allerdings folgt er weniger dem Beispiel von Stephen Frears' Hornby-Adaption, seine Vorbilder liegen eher im Bereich der deutschen Teen- und Twen-Komödien. Doch selbst diese Entscheidung, einem Genre zu folgen, das berüchtigt ist für seine infantilen Auswüchse, aber eben auch schon einige wirklich hervorragende Coming-of-Age-Geschichten hervorgebracht hat, betont noch einmal die Nähe zwischen den beiden Romanen.

Letztlich lassen sich weder High Fidelity noch Soloalbum direkt in einen Film umsetzen. In beiden Fällen braucht man eine Idee oder einen Ansatz, der den endlosen Monologen und Reflexionen der Icherzähler der Romane eine Form und eine Dramaturgie gibt. In High Fidelity ist es John Cusack, der Hornbys Porträt eines Mannes, der sich weigert, erwachsen zu werden, als Hauptdarsteller ein emotionales Zentrum und eine erstaunliche Reife gibt. Doch dieser Weg über einen Star und seine Präsenz stand Schnitzler kaum offen. Dafür ist der Held von Soloalbum, der Musikjournalist Ben, eine viel zu pubertäre Figur. Und so ist es fast schon ein genialer Kniff, die Geschichte von Bens traurig-komischen Eskapaden, nachdem seine Freundin Katharina (Nora Tschirner) per SMS mit ihm Schluss gemacht hat, fest in dem Genre zu verankern, dem Stuckrad-Barres Roman im Endeffekt näher ist als der wahren Pop-Literatur, wie sie etwa von Rainald Goetz Texten repräsentiert wird.

Wie in den meisten anderen Teen- und Twen-Komödien zündet auch in SoloabumSoloabum. --Sascha Westphal längst nicht jeder Gag. Manchmal gehen Schnitzler und sein Drehbuchautor Jens-Frederick Otto schlichtweg zu weit. So kann man kaum darüber lachen, wenn Ben (Matthias Schweighöfer) in den Wagen eines vermeintlichen Nebenbuhlers pinkelt und dabei sein bestes Stück einklemmt. Doch zum Glück sind solche extrem infantilen Scherze eher die Ausnahme als die Regel in


Ben Matthias Schweighöfer führt ein Leben, von dem die meisten von uns nur träumen können Der 24-jährige ist umschwärmter Redakteur beim angesagtesten Musikmagazin Berlins, Dauergast auf den coolsten Partys der Stadt und mit den Stars der Branche auf Du und Du. Lässig gekleidet schlendert er durch die hip designte Redaktion, selbst als er von seinem Freund und Kollegen Christian Christian Näthe, ja den Geburtstag seiner Freundin Katharina Nora Tschirner nicht zu vergessen, bringt seine arrogante Selbstinszenierung nicht ins Wanken. Katharina muss eben etwas länger im Restaurant warten, zumal der Chefredakteur Leander Haussmann gerade verkündet hat, dass seinem Magazin ein exklusives Oasis Interview zugesprochen wurde. Und führen soll es sein bester Mann - Ben! Mit dem Auftrag in der Tasche und Christian an seiner Seite besteigt Ben ein Taxi, das auf dem Weg allerdings von einer sexy Blondine Sandy Mölling von den "No Angels", gekapert wird. Gegen Christians Rat lässt sich Ben von ihr überreden, mit auf eine Party zu kommen. Während sich Christian um die Musik kümmert und Ben sich mit dem Partyluder vergnügt, beschließt Katharina, dass das Maß nun voll ist und macht auf die denkbar schnellste und kürzeste Art Schluss per SMS. Und das nach drei Jahren Beziehung! Mit Hilfe seiner Kumpels Christian und dem ständig zugedröhnten Alf Oliver Wnuk versucht er nun alles Mögliche, um Katharina zu vergessen und gleichzeitig alles Unmöglich, um sie wieder zurückzugewinnen...



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