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THEO GEGEN DEN REST DER WELT - EDITION DEUTSCHER FILM (AUF DVD) 1980




Um vier Uhr früh muss sich Fernfahrer Theo auf der Raststätte Stuckenbrock im Ruhrpott erleichtern. Als er wieder in seinen nagelneuen Volvo steigen will, sieht er nur noch die Rücklichter des von Dieben geklauten und noch nicht abbezahlten 38-Tonners. Mit Kumpel Enno und Freundin Ines, zu Fuß und im winzigen Fiat folgt Theo, vom Kredithai im roten Mustang verfolgt, dem geliebten Gefährt quer durch Europa von Aachen über Lüttich und Mailand bis nach Genua und Neapel und mit Marseille in Sichtweite, aber ohne Brummi.


"Theo" traf 1980 den Nerv der Zeit, wurde erfolgreichster deutscher Film des Jahres, erhielt die Goldene Leinwand und den Bayerischen Filmpreis. Marius Müller-Westernhagen, dessen Rockmusikerkarriere durch den Film wieder in Gang kam, wurde mit dem Ernst-Lubitsch-Preis ausgezeichnet. Peter F. Bringmanns rasantes Road Movie um Stehaufmännchen Theo (parallel zu TV's Schimanski) ist ein echter EU-Film, weist jede Menge rauen Ruhrpott-Charme auf. Inhaltlich die Fortsetzung des TV-Films "Aufforderung zum Tanz" vom selben Team.



Theo Gromberg ist ein Lastenwagenfahrer aus dem Ruhrgebiet und Fußballfan seines Heimatvereins Westfalia Herne. Mit seinem italienischen Freund Enno hat Theo eine kleine Spedition gegründet und einen Volvo - Stattelschlepper gekauft. Theo nimmt als Rückfracht den Auftrag für einen illegalen Transport an, um die letzte große Rate für den LKW zu bezahlen. Auf der Heimfahrt ist Theo jedoch völlig übermüdet und schläft beinahe am Steuer ein. An einer Autobahnraststätte macht er Pause und sieht, als er von der Toilette zurückkommt, wie sein Lastwagen davonfährt. Das einzige Kapital der Firma ist gestohlen. Theo zögert nicht lange und springt in einen Fiat 500. Dieser gehört der Schweizer Studentin Ines Röggeli. In wilder Jagd hetzen die beiden dem LKW nach, bis der kleine Fiat schlappmacht. Während Ines noch verärgert über den wildfremden Mann ist, wird dieser bereits von Kumpel Enno mit einem Peugeot 404 Kombi von ihrem Freund Herbert abgeholt, der nachmittags mit seinen Hühnern zu einer Geflügelschau will. Ines bleibt nichts anderes übrig, als mit ihnen zu fahren. Die Fahrt geht in Richtung deutsch-belgische Grenze. In Lüttich gibt es einen Ort, wo mit gestohlenen LKWs gehandelt wird. Dort finden sie tatsächlich ihren Volvo, doch Theo wird beim Versuch, ins Führerhaus zu klettern, niedergeschlagen. Die Jagd geht weiter. Von Maurice Moreau erpressen sie nur das Wörtchen Marseille Dies reicht Theo, um nun nach Südfrankreich aufzubrechen.

Während einer nächtlichen Fahrt irren Theo, geleitet durch das Europakärtchen in seinem Taschenkalender, Enno und Ines Richtung Marseille. Die Fahrt hat zunächst ein Ende nach einem Unfall im Morgengrauen. Mittlerweile werden sie selbst von dem dubiosen Geldeintreiber ihres Kreditgebers verfolgt, dem sie noch 10.000 DM schulden. Zunächst können die drei den Geldeintreiber noch einmal abschütteln. Der Peugeot schwächelt, und da das Trio inzwischen im Französisch-Schweizer Grenzgebiet ist, beschließen sie, zunächst Ines nach Hause zu bringen.

In der Schweiz wollten sie eigentlich Ines bei ihren Eltern abliefern. Ihr Auto ist jedoch völlig am Ende, als sie dort ankommen. Ines, Tochter aus besserem Hause, ist durchs Physikum gefallen und hat große Angst vor der Beichte. Deshalb nehmen Enno und Theo die Einladung zum Essen an. Bei dem Empfang erfährt Enno, dass in seiner Heimatstadt Mailand ein Umschlagplatz für gestohlene LKW ist, und er beschließt, dorthin zu fahren, da er meint, dort den LKW mit Hilfe seines Bruders zu finden. Theo ist weiterhin überzeugt, dass das Auto nach Marseille gebracht werden soll. Sie trennen sich am Bahnhof, nicht ohne ein erneutes Zusammentreffen mit dem Geldeintreiber, der den Zahltermin um 72 Stunden aufschiebt, seinen Ernst aber mit einem gebrochenen Finger bei Theo unterstreicht.

Enno fährt mit Ines nach Mailand weiter, und Theo fährt als blinder Passagier im Wohnwagen einer deutschen Camper-Familie mit. Theo landet jedoch nicht in Südfrankreich, wie vermutet, sondern ebenfalls in Mailand. Dort erfahren sie, dass der Lastwagen von Genua aus nach Neapel verschifft werden soll. Aus der Ferne sehen sie auch tatsächlich den Volvo auf einem Frachtschiff. Ines hilft den beiden, mit dem Flugzeug nach Neapel zu kommen, wo sie hoffen, endlich ihren LKW in Empfang nehmen zu können. Dort stellt sich jedoch heraus, dass es nicht ihr Volvo ist. Vor dem Geldeintreiber fliehen sie auf ein Fischerboot, und da der LKW wohl doch in Marseille sein muss, machen sie sich auf den Weg dorthin, denn die Entfernung dorthin beträgt nur zwölf Millimeter (auf Theos Europa-Taschenkalender).



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