Hatte Vincente Minnelli "Vater der Braut" in der Rekordzeit von einem Monat und einem Tag abgedreht, so brach er jetzt den Rekord, filmte 23 Tage und arbeitete parallel an "Ein Amerikaner in Paris". Das Sequel, das neun Monate (!) nach dem ersten Film Premiere hatte, war wieder Kassenerfolg und erntete, obwohl erzählerische Blaupause, vorwiegend gute Kritiken. Tracy gab den Grummelbär mit Herz, Miss Taylor sah noch schöner aus. Obwohl sie inzwischen von Nicky Hilton geschieden war, schadete das ihrem Box-Office-Appeal in keiner Weise.
Ort der Handlung ist eine Stadt in den USA, die Zeit die Gegenwart. Kay Banks hat Buckley Dunstan geheiratet (Vater der Braut) und erwartet nun ihr erstes Baby. Während Ellie ganz in ihrem Element ist, weil sie die Schwangerschaft und Geburt ihrer Tochter organisieren darf, gerät Kays Vater, Stanley, ins Grübeln. Er hat sich noch kaum mit der Liebeswahl seiner Tochter abgefunden, und dass er demnächst Großvater werden soll, zwingt ihn unerwartet zu einer Auseinandersetzung mit dem eigenen Älterwerden.
Ellie kümmert sich um die Einrichtung des Kinderzimmers, die Baby Shower und die Suche nach einem Namen für das Kind. Als Mann wird Stanley von alldem ausgeschlossen. Seinen eigenen Weg zur Großvaterschaft findet er erst, als er erkennt, wie dringend Kay ihn braucht. Die leidet nämlich zunehmend unter der Entmündigung durch ihre Mutter und ihre Schwiegereltern, die sich in alles, was mit dem Baby zu tun hat, einmischen und ihr keine selbstständigen Entscheidungen zugestehen, während Stanley sich bald mit seiner Tochter solidarisiert und ihr mit seiner stillen Art den Rückhalt gibt, den sie in diesem Moment braucht. Auf die Probe gestellt wird seine Loyalität, als Kay sich für die unkonventionellen Ideen eines „modernen“ Frauenarztes begeistert, über die Stanley eigentlich schockiert ist. Weil Kay auf seine Unterstützung angewiesen ist, arrangiert er sich damit dennoch. Erneut gebraucht wird er, als Kay ihrem Mann davonläuft, weil sie glaubt, dass er sie betrügt. Es gelingt Stanley, das zugrundeliegende Missverständnis aufzuklären und das Paar zu versöhnen. Trösten muss er Kay auch, als die Geburt näher rückt und ihre Angst vor diesem Ereignis zunimmt.
Das Kind wird schließlich geboren. Freundschaft mit dem Enkelsohn zu schließen, gelingt Stanley nicht sogleich, weil das Kind auf seinem Arm immer zu schreien beginnt. Das Eis zwischen Großvater und Enkel wird erst gebrochen, als das Kind Stanley während eines Spazierganges abhanden kommt, von der Polizei auf die Wache mitgenommen wird und Stanley beim Polizeioffizier darum betteln muss, ihm das Kind herauszugeben, ohne dass die Frauen von dem Vorfall erfahren.
Der Film endet mit Kays und Buckleys Ankündigung, dass ihr Kind zu Ehren des Großvaters den Namen „Stanley“ erhalten soll.
Kunden - Komentare:
01. Lange hat man warten müssen, doch nun ist die Fortsetzung von Vincent Minnellis "Vater der Braut" mit Spencer Tracy und Elizabeth Taylor endlich auf DVD herausgekommen. Und zur Freude aller Fans ist auch die technische Umsetzung von "Ein Geschenk des Himmels" ordentlich. Sicherlich, das Bild zeigt so manche Artefakte und der Ton ist recht blechern, aber im Großen und Ganzen kann man hier zufrieden sein. Im Fernsehen wird der Klassiker auch nicht besser gesendet. Es gibt sogar ein kleines Extra in Form von einer Bildergalerie.
02. Film Classic mit Liz Taylor in einer wunderbaren Rolle als Ehefrau und Mutter.
Traumrolle mit Spencer Tracy als Vater.
Super Besetzung, eigentlich Mitten aus dem Leben.
Beide DVDs waren ein MUß. "Vater der Braut" und "ein Geschenk des Himmels."
Coverfilms können mit den "Originalfilmen der Traumfabrik" einfach nicht mithalten.
03. Ja, das ist er wirklich!
Da erzählt ein Brautvater von seinen Freuden und Nöten in Bezug auf die Vorbereitungen der Hochzeit seiner einzigen Tochter ( es sind noch 2 Brüder da).
Eine Paraderolle für Spencer Tracy. Dazu die markante deutsche Stimme (O.E.Hasse) ein Ohrenschmaus. Da haben wir (Deutsche) wirklich immer ein gutes Händchen im Aussuchen passender Stimmen. Mir ist das immer sehr wichtig, es erhöht den Hör-und Sehgenuss.
Die Brautmutter Elli, (Joan Bennett, deutsche Stimme Alice Treff)) einfach köstlich!
Sie will natürlich immer nur das Schönste und Beste für ihre Tochter (Liz Taylor, damals noch wunderschön anzuschauen), obwohl eigentlich nur eine Hochzeit in kleinem Rahmen geplant ist.
Der Schwiegersohn wird dann erstmal auf Herz und Nieren geprüft, eine sehr schöne Szene in diesem Film. Die Schwiegereltern sind auch nicht ohne. Sehr gut gespielt. Alles im allem eine spannende und auch rührende Geschichte um Vater Banks & Tochter und Familie.
Für mich erfüllt der Film alles, was zu guter Unterhaltung gehört. Heute vielleicht etwas angestaubt, aber wunderschön. Dieser Film bekommt von mir 5 Sterne.
Dazu ist auch ein zweiter Teil gedreht worden. "Ein Geschenk des Himmels".
Hier wird der Vater zum Großvater, natürlich nicht ohne Geburtswehen.
Dieser Film steht dem 1. Teil in nichts nach. Man sollte beide schauen. Unbedingt!!
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