"Rote Erde" ist eine deutsche Fernsehfilm-Reihe, die in den Jahren 1983 (Rote Erde) und 1989 (Rote Erde II) unter der Regie von Klaus Emmerich produziert wurde. Gegenstand der Reihe ist eine Bergarbeiter-Saga aus dem Ruhrgebiet. Gedreht wurde in den Studios und auf dem Außengelände der Bavaria-Film in München. Die aufwändig gestalteten Außenkulissen standen noch bis 1996.
Originaltitel - "Rote Erde" / "Rote Erde II"
Deutscher Titel - "Rote Erde" / "Rote Erde II"
Produktionsland - Deutschland
Sprache - Deutsch
Synchronisiert - Keine Angaben
Produktionsjahr(e) - 1983 (Rote Erde) 1989 (Rote Erde II)
Länge -60 Minuten (Rote Erde) 90 Minuten (Rote Erde II)
Episoden - 9 (Rote Erde) 4 (Rote Erde II)
Genre - Mini Serie
Musik - Irmin Schmidt
Produktion - Keine Angaben
Idee - Keine Angaben
Farbe - Keine Angaben
Seitenverhältnis - Keine Angaben
Ton - Keine Angaben
Altersfreigabe - Keine Angaben
Erstausstrahlung / Andere - Keine Angaben
Erstausstrahlung / Deutschland - 1983 (Rote Erde) 1990 (Rote Erde II)
Drehorte - Keine Angaben
"Rote Erde"
Der Bauer Bruno Kruska kommt, von Werbern angelockt, mit 17 Jahren aus Pommern ins Ruhrgebiet, um dort als Bergmann auf der Zeche Siegfried zu arbeiten. Zunächst als Schlepper, später als Hauer, findet Bruno die erhoffte Arbeit und wird Zeuge der sich um die Zeche Siegfried entwickelnden Geschehnisse vor der Jahrhundertwende. Er heiratet Pauline, die Tochter des Bergmanns Friedrich Bötzkes. Dessen Sohn Karl entwickelt sich in der Kaiserzeit zum Sozialdemokraten, überwirft sich mit seinem Vater und verlässt die Familie. Er wird Gewerkschaftsfunktionär und schließlich Reichstagsabgeordneter. Bruno steht den Aktivitäten der Sozialdemokraten kritisch gegenüber und lässt sich nicht vereinnahmen. Er wird zum Ersten Weltkrieg eingezogen, aber als für den Bergbau nicht entbehrlich wieder von der Front zurückgerufen.
Brunos Frau Pauline sympathisiert während des Krieges sowohl mit den Sozialdemokraten als auch den Spartakisten, was Bruno nicht wirklich unterstützt, aber auch nicht ablehnt. Am Ende dieses ersten Teils der Saga dankt der Kaiser ab und die Bergleute, unter ihnen Bruno und sein Freund, der Bergmann Otto Schablowski, besetzen die Zeche und fordern deren Verstaatlichung. Dass sie sich damit nicht durchsetzen konnten, wird in der filmischen Darstellung nur angedeutet.
"Rote Erde II"
Max Kruska, Sohn von Bruno Kruska, erlebt die Depression und – auch
eigene – Arbeitslosigkeit nach dem ersten Weltkrieg. Die Zeche Siegfried
ist von Franzosen besetzt und die Kohleförderung dient vornehmlich der Reparation. Max ist angetan von den Versprechungen der Nationalsozialisten und Adolf Hitlers und tritt in die NSDAP
und hofft, dass der Krieg baldmöglichst ende. Doch die Ermordung eines
jungen russischen Zwangsarbeiters auf der Zeche, die Max mit angesehen
hat, verstärkt seinen Zorn gegenüber dem Regime
nochmals. Schließlich verhindert Max gemeinsam mit seinem inzwischen
aus der Haft entlassenen Schwager Richard, dass am Ende des Krieges die
Zeche Siegfried von der Wehrmacht zerstört wird.
Die Erzählung endet damit, dass die Zeche einige Jahre später aus wirtschaftlichen Gründen geschlossen und der Förderturm gesprengt wird.
"Veröffentlichungen"
- "Rote Erde" wurde in neun Teilen, Rote Erde II in vier Teilen jeweils von der ARD erstausgestrahlt.
- Nachdem "Rote Erde" lange Zeit schwer zugänglich und i.d.R. nur sehr teuer zu beziehen war, ist die Serie von ARD-Video als 5-DVD-Box im November 2007 neu veröffentlicht worden; Rote Erde II als 2-DVD-Box im Januar 2008.
- Im Juni 2010 veröffentlicht ARD-Video "Rote Erde" und "Rote Erde II" als Teil der Reihe Große Geschichten. Zum ersten Mal sind beide Teile in einer Box erhältlich (EAN 4031778010188).
Seite"Rote Erde" In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie.
Bearbeitungsstand:
23. Januar 2011 um 20:51 UTC. URL:
http://de.wikipedia.org/wiki/Rote_Erde_%28Fernsehserie%29
http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de
01. Die erste Schicht – Lebendig begraben (1887)
02. Kampf ums Überleben (1889)
03. Im Blindschacht (1889 – 1890)
04. Bruno und Pauline (1893 – 1894)
05. Die Grube brennt (1899)
06. Die Kandidaten (1912)
07. Dreißig Pfennig mehr (1912)
08. Für Kaiser und Vaterland (1914 – 1918)
09. Fünf Tage und fünf Nächte (1919)
SCHAUSPIELER:
Claude-Oliver Rudolph
Vera Lippisch
Karin Neuhäuser
Angelika Bartsch
Dominic Raacke
Walter Renneisen
Sunnyi Melles
Jochen Nickel
Ralf Richter
Horst Ch. Beckmann
Hans Hildebrandt
Patricia von Miseroni
Dieter Brandecker
Mira Gittner
Ronny Jarnoth
Jens Uhrbach
Horst C. Beckmann
Hansa Czypionka
Valerie Niehaus
Nina Petri
