Was eigentlich die routinierte Festnahme eines harmlosen Hackers durch Heldin Faye werden sollte, eskaliert in ein tödliches Katz-und-Maus-Spiel, während dem Spike und seine Gang alle Hände voll damit zu tun haben, den bösen Vincent Volaju davon abzuhalten, jeden einzelnen Menschen auf dem Mars umzubringen. Regisseur Shinichiro Watanabe arrangiert die Actionsequenzen mit seinem gewohnten Flair: Innerhalb eines unheimlichen medizinischen Forschungszentrums kämpft Spike mit einer wunderschönen Agentin und benutzt dabei einen Kehrbesen für eine Reihe von Manövern, auf die Jackie Chan neidisch wäre. Das finale Duell zwischen Spike und Vincent spielt vor dem ebenso unschuldigen wie unheimlichen Hintergrund eines Halloween-Karnevals. So bietet der Film insgesamt ein großes Vergnügen für die Fans dieser großartigen Serie und einen exzellenten Einstieg für bis dato Uneingeweihten.
Ah welch Freude packt mich, endlich etwas neues von Bebop zu sehen. Die war leider etwas getrübt.
Die Handlung:
Der Film spielt (nach der amerikanischen Dialog-Regisseurin) zwischen Folge 22-24.
Unsere Helden mit notorischem Geldmangel werden auf einen Terroristen aufmerksam gemacht, dessen Kopfgeld 300,000,000 Woolong beträgt, da er einen Laster mit biologischen Kampfstoffen mitten in der Stadt in die Luft gejagt hat. Sie versuchen natürlich sofort, jeder Spur hinterher zu jagen. Faye, die die Explosion mit angesehen hat und den Täter kennt, jagt einen Hacker, der mutmaßlich mit dem Terroristen kooperiert. Jet, seine Verbindung zur ISSP nutzend, findet mehr über diesen „Virus", der sich als Nanomaschine herausstelt, heraus und erfährt auch die Verbindung zu der Firma Cherious Medical. Spike macht sich auf, um sich dort einmal näher umzuschauen, wobei er dort mit der reizenden Electra Olivo Bekanntschaft macht. Der militärisch ausgerüstete Sicherheitsdienst der Firma versucht nun, Spike, den Terroristen Vincent und die eigenen Männer/Frauen wie Electra zu töten. Die Frage ist nun, was haben der Vincent, der "Vorbereitungen" für Halloween trifft, Cherious Medical und die Bebop-Crew gemeinsam und was steckt wirklich dahinter? Soviel dazu.
Der Film:
Ich finde, dass der Film sehr gut das Niveau der Serie heran kommt. Die Synchrosprecher wurden zwar ausgetauscht, aber nach 10 Minuten ist auch diese Gewöhnungs-Hürde überwunden. Eigentlich war die Handlung des Films auch als „Kurzgeschichte" wie in den Serien gedacht, deswegen erreicht sie auch den Charme und den Witz, der von der Serie ausgeht.
Das Bonusmaterial:
Da wurde ich etwas traurig. Das groß angepriesene Material auf der DVD ist etwas lächerlich. Es gibt knapp eine Stunde Videomaterial mit Interviews der japanischen Zeichner und Sprecher sowie der amerikanischen Synchroleuten. Der Rest besteht aus drei Trailern, Musikvideos, die eigentlich Vor-und Abspann darstellen, bloß ohne Einblendung der Credits, Charakterisierungen, die man, wenn man die Serie kennt, man sich selbst zusammenreimen kann, 3 Trailern und einer Konzept-Galerie, die 112 Seiten des Artbook (hat 196 Seiten) enthalten (ich hab's gezählt).
